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  • Themen-Fokus :: Circus

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    "Möge die Übung gelingen!"

    In Bochum gastierte im März der Chinesische Nationalcircus (nicht zu verwechseln mit dem Chinesischen Staatscircus). Das gebotene Programm gehörte mit zu den schwierigsten und zugleich farbenprächtigsten Manegerieprogrammen in der Welt. Mit dem Löwentanz zur Eröffnung wurde der Besucher auf die artistischen Spitzenleistungen eingestimmt. An der Schulterperch (drei Damen) wurden akrobatische und kontorsionistische Elemente miteinander verbunden, die gleich zu Höchstleistungen avancierten. Harry KeatonDie Reifenspringer (fünf Herren) zeichneten sich durch ihre exakte Synchronität, in der Höhe und Weite der Sprünge aus. Kontorsionistin Zheng Ying beeindruckte mit ihren fliegenden Teppichen, die sie mit Füßen und Händen in Rotation versetzte im Handstand und am Mundhalter. Bei den Wasserschalenjongleuren (drei Damen, zwei Herren) gründet der Schwierigkeitsgrad in dem zu jonglierendem Gerät. Zwei an einem Seil befestigt gefüllte Wasserschalen wurden mit Händen und Füßen jonglierend in der Luft gehalten. Farbenfrohe Balanceakte gab es beim Fahnenzauber zu sehen (fünf Herren). Mit einem Baldachin geschmückte meterhohe Fahnen wurden auf dem Kopf und mit der Hand im Gleichgewicht gehalten. Die Kunst der Diabolojonglage präsentierten vier junge Damen, die gleichzeitig menschliche Pyramiden bauten. Die Kunstpyramidenturner (acht Herren, acht Damen) schufen außergewöhnliche Figurenbilder. Zu einer der ältesten Künste gehört wohl die Stagenakrobatik. Mit eleganter Leichtigkeit erklommen die Artisten (zehn Herren) mit immer neuen Varianten die Stangen empor. Antipodenjonglage ohne Gegenstände, nur mit Personen in vollendeter Synchronität präsentierten vier Damen, von denen zwei immer in der Luft gehalten wurden. Seilakrobatik vom Feinsten boten dreizehn Artisten. Seilspringen, Reifenspringen in den vielfältigsten Variationen gab es hier zu sehen. Ein typisch chinesischer Balance-Equlibristik-Akt (sieben Damen) ist die Stuhlpyramide. Stuhlkante an Stuhlkante aufeinandergesetzt ging es hoch hinaus mit einem Einarmer als Höhepunkt. Schwere Tonvasen waren die Jongliergegenstände der vier jungen Herren, die sie sich spielerisch zuwarfen und auf dem Kopf balancierten. Ein Fahrrad und zwölf Artisten, die auf ihm gleichzeitig fuhren bildeten einen Pfau als Bild. Zum Finale kamen noch einmal alle Artisten mit ihren farbenprächtigen Kostümen auf die Bühne. Die Übung war wohl gelungen.

    Redaktion: Hartmut Höltgen-Calvero

    AdNr:1032

     

    2000-06-15 | Nr. 27 | Weitere Artikel von: Hartmut Höltgen-Calvero