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  • Szenen Regionen :: München

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    Abschied von einer Institution

    Am 23. Januar 1976 begann die Geschichte des Theaters Heppel & Ettlich in München-Schwabing. Henny Heppel und Wolfgang Ettlich zog es entgegen dem allgemeinen Trend, der viele Linke nach Berlin lockte, nach München. Im Laufe der Jahre wurde ihre Kleinkunstbühne in der Kaiserstraße zum soziokulturellen Biotop. Historische Bedeutung kommt dem Etablissement schon deshalb zu, weil sich dort der jetzige Oberbürgermeister der Stadt, Christian Ude, seine ersten Sporen als Kabarettist verdiente. Missfits, Piet Klocke, Helge Schneider, Günther Jauch und Doris Dörrie sind weitere arrivierte Künstler, die aus dem Heppel & Ettlich hervorgingen. Und doch gab es fast pünktlich zum 33. Geburtstag die Hiobsbotschaft: Das Theater macht dicht – irgendwann im Sommer. Vielleicht wird das Straßenfest am 25. Juli den krönenden Abschluss bilden.

    Das Vereinsheim hat noch keine so lange Tradition und muss dennoch mit den Widrigkeiten der Münchner Szene kämpfen. Obwohl die Lokalität eine lange Historie mit unterschiedlichsten Veranstaltungen aufweist, sollten nach dem Willen der Münchner Behörden lediglich zwei Live-Veranstaltungen im Monat genehmigt werden. Eine erweiterte Konzession hätte nicht unerhebliche Kosten nach sich gezogen, sodass der Spielbetrieb, der sich gut etabliert hat, gefährdet war. Die Protestaktionen (und der Umzug vieler Künstler in den Keller) blieben jedoch nicht ungehört. Inzwischen hat es wohl eine Einigung gegeben, denn auf der Homepage ist zu lesen, dass alle Veranstaltungen wie geplant stattfinden können.

    Seit 20 Jahren bildet der Kabarett Kaktus immer zum Jahresende ein wichtiges Sprungbrett für den Nachwuchs, und selbstverständlich lassen sich die Veranstalter diese Kontaktbörse nicht entgehen. In der Pasinger Fabrik konnten sich Tilman Birr mit „Das war hier früher alles Feld“ und Mirco Buchwitz mit „Lieber woanders“ durchsetzen. Preisgeld gab es nicht zu gewinnen, dafür eine Gastspielreise mit Auftritten in der Münchner Drehleier, im Orpheum Wien (30. April), der Münchner Lach & Schieß (4. Mai) und im Rahmen des Kabarett Kaktus 2009.

    Günter Grünwald kann ebenfalls auf 20 Jahre Bühnenerfahrung zurückblicken. Es wäre müßig, alle Erfolge aufzuzählen; das Jubiläumsprogramm (17.6., Das Schloss) jedenfalls heißt „Gestern war heute morgen“ und ist wie der Künstler selbst: bayerisch bodenständig. Weitere erfolgreiche Programme präsentierten Monika Gruber mit „Zu wahr um schön zu sein“, Mathias Tretter mit „Staatsfeind Nr. 11“, Horst Schroth mit „Grün vor Neid“ und Helmut Schleich, dessen „Der allerletzte Held“ inzwischen auch auf CD erschienen ist.

    Bereits seit September 2008 residiert das GOP Varieté-Theater in der ehemaligen Kleinen Komödie am Max II. Im traditionsreichen Boulevard-Theater an der Maximilianstraße findet nun Live-Entertainment statt. Die ersten drei Monate des Jahres gab es das Programm „Tango trifft Varieté“, eine Dinnershow rund um den erotischen argentinischen Tanz, die den Anwesenden einen sehr amüsanten Abend bescherte.

    Redaktion: Gerti Windhuber

    Agentur Olivia Reinecke 

    Termine:

    Lustspielhaus:

    14.–18.04.09: Rainald Grebe „neues Programm“

    05.–30.05.09: Bruno Jonas „Bis hierher und weiter“

    02.–06.06.09: Bülent Ceylan „Kebabbel net!“

     

    Lach und Schieß:

    19.–20.04.09: Reiner Kröhnert „Wahn ohne Sinn“

    05.–09.05.09: Gunkl „Verluste – Eine Geschichte“

    24.05.09: Schwarze Grütze „NiveauwonieNiveauwar“

    10.–13.06.09: Marc-Uwe Kling „Die Känguru-Chroniken“

     

    Schlachthof:

    18.04.+23.05.09: Fastfood Theater „Improcup 2009“

     

    Theater Drehleier

    14.–18.04.09: Werner Winkler & Thilo Matschke „Das Jennerwein-Komplott“

    07.–11.04.09: Martina Ottmann „Alles Ottmann oder wie?“

    AdNr:1089

     

    2009-03-15 | Nr. 62 | Weitere Artikel von: Gerti Windhuber