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    Andreas Etienne: Jetzt sind Sie dran

    Andreas Etienne ist als künstlerischer Leiter des „Springmaus“-Theaters und durch seine Fernsehauftritte bei „Stratmanns“ überregional bekannt. So spritzig viele seiner dortigen Auftritte sind – abendfüllend als Solo-Comedian ist er nur in begrenztem Maße, wie sein aktuelles Programm deutlich vor Augen führt.

    „Jetzt sind Sie dran“ handelt über Gott und die Welt im Allgemeinen und die Rheinländer im Besonderen. Geboten wird eine lose Nummernrevue, deren Einzelstücke nicht langweilen, die man aber schnell wieder vergisst. Das Rollenspiel bewegt sich auf eher schlichtem Niveau. Die sprachliche Ausdifferenzierung der einzelnen Figuren ist nicht sehr ausgeprägt, und das Typenarsenal ist ziemlich klischeeträchtig: die komische Alte, der exaltierte Schwule, der sächselnde Ossi usw. Zudem hat man das Gefühl, die Vorbilder für die verschiedenen Figuren immer genau zu kennen – beim vorlauten Kind lassen Hape Kerkelings „Hannilein“, beim zerstrittenen Paar die klassischen Gattenduelle von Loriot grüßen.

    Im spontanen Gespräch mit dem Publikum jedoch entfaltet Etienne viel Witz; hier kommen die Qualitäten des im Springmaus-Ensemble jahrelang trainierten Stegreifkomikers voll zum Tragen, und auch als Moderator im direkten Gespräch mit den Zuschauern macht er seine Sache gut. Liebhaber rheinischen Humors, denen Jürgen Becker zu intellektuell und Konrad Beikircher zu feinsinnig ist, werden hier angemessen bedient. Fazit: Brauchbare rheinische Humorhausmannskost – nicht mehr und nicht weniger.

    Redaktion: Guido Bee

    2005-03-15 | Nr. 46 | Weitere Artikel von: Guido Bee