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    Auf einer Skala von 1 bis 10 eine satte 11


    Kay Ray überzeugt und begeistert auf den zweiten Blick

    artbild_250_KayRayEs gibt sicher wenig, was über ihn noch nicht geschrieben wurde: Die Sensation ist zum Greifen nah, der Spannungsbogen ausgereizt. Manche Städte erschließt sich dieser Kay Ray durch Geduld, Spielfreude und sicher – im Fall Dortmund – durch eine wachsende Anzahl Stammbesucher.

    Wie fängt man an, in Worte zu fassen, was nach etwa 180 Minuten hinter einem liegt? Ein bisschen überwiegt das Gefühl, der Zirkusdirektor hat erstmal hinter seinen Zuschauern die Türen abgeschlossen und dann gabs ordentliche Ansagen. Eine Maxi-Packung. Ein Besuch bei der Domina der deutschen Comedy? Mag sein.

    Kay Ray – mit seinem Namen verbinden viele öffentliche Exzesse bis hin zum Auftrittsverbot, aber eben auch stehende Ovationen für den Mut und die Kontinuietät zu so viel klaren Worten. Kay Ray kuschelt nicht. Aber wer liebt es nicht, auch mal seine dreckige Lache ein bisschen auszuleben?

    Mit YOLO! begeisterte Kay Ray im Juli beim Kabarettfestival Ruhrhochdeutsch in Dortmund im ausverkauften Spiegelzelt. Bei alkoholfreiem Weizen erzählt er aus seinem Leben, von den Wirren aus Politik und Multimedia-Welt und verbreitet immer noch mühelos Gänsehaut-Stimmung mit seinen zu Klassikern avancierten Liedern wie „Leichen meiner Feinde“.

    Dem Mann hört man einfach gerne zu. Der Mann spricht nicht nur Texte. Er verkörpert Erfahrung, hat eine Authentizität, die man nicht überall antrifft. Die Zuschauer hängen an seinen Lippen, wenn die Lacher eigentlich im Halse stecken bleiben könnten. Kay Ray erzählt von der Herausforderung, beim mehrwöchigen Reha-Aufenthalt nur schwer innehalten gekonnt zu haben: Die Versuchung lag nah, mit den dortigen Schicksalen inklusive seinem eigenen gleich zu entertainen. Das Publikum im Spiegelzelt tobte, es verstand, was Kay Ray ihnen sagen wollte: Lebt, jetzt und gleich und intensiv. Gönnt Euch auch in schweren Zeiten eine Prise Humor in der Raucher-Ecke des Klinikums.

    YOLO! – und damit erklärte Kay Ray gleich zu Beginn den Sinn seines Programms: You Only Live Once.

    Fazit: Nichts fürs schwache Gemüt. Aber fürs intelligente. Kay Ray's Shows muss man nicht sehen. Sollte man aber.

    WebInfo: Kay Ray


    Termine

    Noch bis zum 09. Oktober läuft das Kabarettfestival im Spiegelzelt an den Dortmunder Westfalenhallen: ruhrhochdeutsch.de

     

    Kay Ray live:

    Nächste Termine mit YOLO! (Auswahl):

    16.09.16 Rostock,
    17.09.16 Rostock,
    23.09.16 Minden,
    01.10.16 Frankfurt,
    21.10.16 Mülheim a. d. Ruhr,
    23.10.16 Kassel,
    10.11.16 Berlin

     

    Kay Ray Late Night im Grünspan Hamburg

    02.09.16 / 04.11.16 / 24.12.16


    Redaktion: Stefan Ludwig  


    Bildnachweis:
    Kay Ray (Aufmacher) Foto: Sinnlicht Fotografie
    Kay Ray (Textbild) Foto: Anne de Wolf

     

    2016-07-29 | Nr. 91 | Weitere Artikel von: Stefan Ludwig