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  • Szenen Regionen :: Köln-Bonn

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    Eher sportiv als innovativ

    Die Kleinkunstszene am Rhein ist bekanntlich traditionell und innovativ zugleich. Von der Bedeutung der Tradition zeugen einige große, überregional beachtete Spielstätten, die seit Jahrzehnten das Geschehen im Kleinkunstbereich prägen. Das Düsseldorfer Kom(m)ödchen, die Comedia und das Senftöpfchen in Köln sowie das Bonner Pantheon – diese Häuser sind auch außerhalb des Rheinlands ein fester Begriff und spielen in einer Vielzahl von Künstlerbiografien eine entscheidende Rolle. Natürlich befinden sie sich untereinander auch in einem gewissen Konkurrenzverhältnis – im Großen und Ganzen aber ist man erstaunt ob der vielen Kooperationen (wie jüngst die gemeinsame „Schlachtplatte“ von Senftöpfchen, Kommödchen und Pantheon, siehe Trottoir 49/2005) und viel öffentlich gezeigter Harmonie. So wie jüngst, als der neue Pantheon-Theaterleiter Klaus Meier, Uschi Siedler von der Comedia, Kay Lorentz jr. vom Kommödchen und die Senftöpfchen-Prinzipalin Alexandra Kassen einträchtig nebeneinander saßen (siehe Foto) – zum zweijährigen Gründungsjubiläum des Eifelturms, einer mit vielen neuen Ideen und oft weniger bekannten Akteuren aufwartenden jungen Spielstätte. Kontor für Kunst und KulturWomit wir beim Innovativen wären, von dem vor allem in den letzten Trottoir-Ausgaben häufig die Rede war. Sei es die oben erwähnte Schlachtplatte, sei es die Mischung aus Kabarettistischem und Kulinarischem in den „Tafelspitzen“ des Springmaus-Theaters, sei es der politische High Noon im Eifelturm – in letzter Zeit wurde viel Neues ausprobiert.

    Im April und Mai scheint man sich dagegen eher eine Verschnaufpause zu gönnen. Viel Innovatives gibt es nicht zu vermelden. Nur der Ende April stattfindende „Prix Pantheon“ soll in diesem Jahr unter der neuen Theaterleitung auch ein neues Gesicht bekommen. Man darf gespannt sein. Die Kandidaten stehen jedenfalls schon fest. In diesem Jahr werden Kay Ray, Ludwig Müller, Sabine Fischmann, Fourschlag, Global Kryner, Bernd Gieseking & Gerlis Zilgens, Sven Kemmler, Jens Neutag, Christian Hirdes, Fatih Cevikkolu, Ulan & Bator und Murat Topal um die begehrten Preise kämpfen, die einem bescheinigen, entweder „frühreif und verdorben“ oder „beklatscht und ausgebuht“ zu sein.. Der Prix Pantheon wird wie immer auch im WDR Fernsehen und auf 3sat zu sehen sein. Murat Topal, der zur Zeit sehr erfolgreich mit seinem Programm „Getürkte Fälle - ein Cop packt aus“ unterwegs ist, präsentiert sein Solo-Programm darüber hinaus auch am 12.04.06 im Rahmen des deutsch-türkischen Kabarettfestivals im Stuttgarter Renitenztheater.

    Beklatscht und ausgebuht – das wird man in diesem Jahr noch andernorts erleben. Schließlich haben wir eine WM in Deutschland. Natürlich können die Kleinkunstbühnen das nicht ignorieren. Auf Michi Kleibers „Phantom des Stadions“ hatten wir bereits beim letzten Mal hingewiesen. Es wird auch im April und Mai im Eifelturm sein Unwesen treiben. Martin Meier-Bode und Jens Neutag sind mit ihrem schon einige Jahre alten „Doppelpass“ immer und überall dabei – am 29.3. im Pantheon, im Mai dann auch in Kerpen, Hürth, Leverkusen, Düsseldorf und Neuss. Klüngelpütz-Chefin Marina Barth darf sich weiterhin als „Schnecke im Strafraum“ bewähren. Frank Goosen erzählt im Senftöpfchen unter dem Titel „Echtes Leder“ Geschichten aus der Tiefe des Raumes, das Duo Kabbaratz startet im Stollwerck mit „Hauptsache gesund“ ein Bodybildungsprogramm, und auch das Springmaus-Improvisationstheater ist derzeit im „Sportfieber“. Da ist es kein Wunder, dass der Schweizer Kabarettist Christian Überschall sich derzeit lieber „Das Wunder von Bern formerly known as Christian Überschall“ nennt – am Sport kommt derzeit halt niemand vorbei.

    Termine:

         

    Eifelturm, Köln
    30.3.  „Das Phantom des Stadions“ – Michi Kleiber  

    Klüngelpütz, Köln
    6.4.  „Schnecke im Strafraum“ – Marina Barth  

    Pantheon, Bonn
    29.3.   „Doppelpass“ – Martin Meier-Bode, Jens Neutag
    24.–26.4.   „Prix Pantheon“ – Pantheon  

    Senftöpfchen, Köln
    17.5.   „Echtes Leder“ – Frank Goosen
    23.5.    „Das Wunder von Bern“ – Christian Überschall  

    Springmaus-Theater, Bonn
    21.4. „Sportfieber“ – Springmaus-Ensemble  

    Stollwerck, Köln
    3.5.  „Hauptsache wir sind alle gesund“ – Kabbaratz

    AdNr:1047s 

    2006-03-15 | Nr. 50 |