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  • Themen-Fokus :: Circus

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    Euphoria


    Über den Wolken ist die Freiheit wohl grenzenlos. In diesem Fall findet die vielbesungene Freiheit unter der Circuskuppel statt und verspricht atemberaubende Spannung am artbild_450_FlyingWulber__Cfliegenden Trapez. Die Truppe Flying Wulber vollführt in luftigen Höhen gefährliche Sprünge und Würfe, Salti und Pirouetten sowie den weltbe-rühmten „Drei-fachen-Salto-Mortale“, der zum einmaligen Reper- toire der sechs Lufthasardeure aus Italien, Chile, Venezu- ela und Bulgarien gehört. Man darf ihm ruhig attestieren, dass er etwas durchgeknallt ist. Anders sind seine Einfälle gar nicht zu erklären. Er gehört zu der neuen Clowngeneration der Gegenwart. Cesar Dias ist jung und witzig und durchaus progressiv und steht immer im direkten Kontakt zu seinem Publikum. Er ist Preisträger des internationalen Circusfestivals von Budapest 2014. In Fachkreisen wird er als neuer Shooting-Star der Circusbranche gehandelt. Rasante Geschwindigkeit, präzise ausgerichtet auf einer nur wenige Quadratmeter großen Plattform zeigt das Duo Medini. Die waghalsigen Tricks in ihrer Rollschuhartistik-Darbietung lassen einem den Atem stocken. Was sind schon John Belushi und Dan Aykroyd in Chicago gegen die Truppe Wulber. Die echten Blues Brothers erlebt man hier bei ihren irren Sprüngen auf dem Trampolin, musikalisch begleitet von echten Bluesrythmen und unserer Sängerin Pretty Shangase. Die exotische Tierwelt Afrikas in einmaligen und wunderschönen Bildern präsentiert Sascha Melnjak. Zebras, Kamele, Lamas, Pferde und verschiedene Rinderarten sind gleichzeitig in der Manege. Aufwendige Kostüme, folkloristische Tänze und mitreißende Songs begleiten die vierbeinigen Artisten vom Kontinent des Staunens. Im kräfteraubenden Adagio-Tempo formen die vier Handstandkünstler, die Messoudi-Brüder immer neue Figuren und lebende Skulpturen. Wer balanciert den Apfel auf dem Kopf, und wer darf schießen? Ein selten in der Circuswelt zu bewunderndes Genre ist das Armbrustschiessen. Priscilla beherrscht als eine der wenigen Frauen die hohe Präzisionskunst meisterhaft, ihrem Partner artbild_450_Jonglage_MessouMarco den Apfel vom Kopf zu schießen. Seit jeher ist die große Pferdefreiheit für die Circuskunst stilprägend. Gemeinsam mit sechs Ponys und zwölf edlen Friesen- und Araberhengsten sieht man eine der schönsten und vari- antenreichsten Pferde- dressuren. Zum Abschluss präsentieren feurige Steiger- und DaCapo Pferde, welches Temperament in ihnen steckt. Unzählige Keulen und Bälle fliegen durch die Manege, ständig wechselnd die drei Artisten der Messoudi Brothers (Bild) ihre Positionen zueinander. Eine rasante Tempojonglage der drei sympathischen Brüder aus Australien. Die Hohe Schule ist die höchste Stufe der Reitkunst, die von Pferd und Reiter höchste Geschicklichkeit in der exakten Durchführung aller Bewegungen und Figuren verlangt. Marek Jama präsentiert diese gemeinsam mit dem Show-Ballett des Circus. Der artbild_350_Cesar_Pindo__Cieinzigartige Extrem-Klischnigger Cesar Pindo (Bild) aus Ecuador zeigt Kontorsionistik bei der man aus dem Staunen nicht heraus kommt und fragt sich, ob dieser außerge- wöhnliche Mensch überhaupt Knochen haben kann. Kaum zu bremsen sind die beiden patagonischen Seelöwen der Familie Pedersen. Ungeklärt bleibt auch die Frage, wer dressiert hier eigentlich wen? Die Seelöwen Flavio und Flappi sind als „Artisten“ außerordentlich talentiert und begabt. Ob als Jongleure, Balancekünstler oder Handstandartisten, sie vereinen mehr artistische Disziplinen in einer Nummer als so mancher Zweibeiner. Die stimmgewaltige südafrikanische Sängerin Pretty Shangase, das große Orchester des Circus Charles Knie sowie das zauberhafte Show-Ballett begleiten und tragen die neue Inszenierung „Euphorie“.


    Redaktion: Hartmut Höltgen-Calvero

    2016-07-04 | Nr. 91 | Weitere Artikel von: Hartmut Höltgen-Calvero