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    Hallo, kennen Sie die „Spaß-Generation“?

    Hallo,

    kennen Sie die „Spaß-Generation“?

    Kürzlich fragte ich meinen Patensohn, was er denn gerne zum 16. Geburstag hätte.

    Spontan antwortete er: „die neue CD von Michael Mittermaier-wäre super.“ Und da war er dieses Jahr sicher nicht der Einzige. Inzwischen haben wir eine ganze Generation lang schon Comedy - vor 7 Jahren begann die neue Unterhaltung mit der RTL-Samstag-Nacht-Show. In diesem Jahr sehen die Bilanzen vieler Kollegen sehr gut aus. Kabarett und Comedy-Programme sind mit regelmässigen wöchentlichen Shows im Fernsehen und zu einem wesentlichen Bestandteil der Unterhaltungskultur in Deutschland geworden. Viele Veranstalter sind seit langem zum ersten Mal in der Lage mit der sogenannten Kleinkunst größere Hallen zu füllen. Dabei ist dieser Erfolg nicht nur, wie zu Anfang der 90er-Jahre, auf die ganz großen Namen beschränkt, sondern mittlerweile auch bei vielen Künstlern sicher, die in der „2. Liga“ mitspielen. Aber wie alles hat auch diese Entwicklung zwei Seiten. Während die Generation von heute mit Spaß ins wahlfähige Alter hineinwächst, waren wir zu der Zeit mit Friedensbewegungen und kritischer Distanz zum Konsum aufgewachsen. Was ist nun besser? - Vielleicht kann man das gar nicht beantworten. Schließlich gibt es auch heutzutage gute Programme, die mehr als nur leichte Unterhaltung bieten: Der diesjährige Reinheimer Satire-Preis hat es gezeigt: Lothar Bölck und Hans-Günther Pölitz von der Magdeburger Zwickmühle erhielten u.a. den Preis mit einem Programm gegen Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit. Und auch in München existiert ein erfolgreiches Theaterprojekt mit behinderten Menschen über das wir in dieser Ausgabe berichten. Vielleicht kommt es nur auf die richtige Mischung zwischen Spaß pur und kritischeren Inhalten an. Und das hat die junge Generation wahrscheinlich schon längst begriffen, während unsere „alternative“ Generation noch diskutiert, ob wir jetzt zuviel Comedy in Deutschland haben. Denn als zweiten Wunsch nannte mir mein Patensohn: „...und in zwei Jahren würde ich gerne mein Abitur machen, studieren und selbstständig in einer eigenen Wohnung leben.“ - Na ja, noch mal gut gegangen!  

    Herzlichst, Ihr Ronald Maltha

    -verantwortlicher Redakteur-

    2000-12-15 | Nr. 29 | Weitere Artikel von: Ronald Maltha