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  • Themen-Fokus :: Musik

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    Im Gespräch: YANNICK MONOT

    Yannick Monot gilt als einer der exponierten Vertreter der Cajun- und Zydeco- Richtung im europäischen Raum. Mit seiner Band „Nouvelle France"  ist er legitimer Botschafter dieser Musik, in der sich die Geschichte der französischen Siedler, die in Kanada eine freie Gesellschaft errichten wollten und, vertrieben von den Engländern, am Ende als Cajuns in Louisiana siedelten, widerspiegelt. Mit Akkordeon, Gitarre oder Stealguitar holt der Bretone Monot  seine Zuhörer mitten hinein in das Lebensgefühl dieser Menschen, in den mitreißenden Two Stepp, den One Step, den kreolischen Walzer oder die Neuerungen des groovenden French.

    Trottoir: Yannick, du stehst seit 25 Jahren auf der Bühne und hast ein bewegtes Musikerleben hinter dir.

    Y.M. : Das ist wohl so. Ich habe lange in Schweden gelebt und bin irgendwann nach Deutschland gekommen, als die Band „Le Clou" gegründet wurde. Dort habe ich einige Jahre mitgespielt. Vor Seit 15 Jahren habe ich dann „Nouvelle France" gegründet.

    T : Deine Band besteht ausschließlich aus deutschen Musikern. Verträgt sich das mit dem „französischen Flair" des Cajun?

    Y. M. : Da gibt es keine Probleme. Ich lebe seit vielen Jahren im Westerwald und habe meine Bandmitglieder hier kennen gelernt. Es sind ausgezeichnete Musiker, und es macht Spaß, mit ihnen zu arbeiten.

    T : Deine Auftritte haben neuerdings den Charakter von Feiern mit Freunden und Verwandten.

    Y. M. :  Ja, das ist gewollt. Cajun, Zydeco und auch die neuere Variante des French sind Formen der Folkmusik. Und wenn Freunde sich treffen, machen sie diese Musik. Wenn gefeiert wird, gehört gute Musik dazu. So soll es auch bei unsern Konzerten sein: Eine tolle Feier mit schöner Musik.

    T  : Wo lässt du dich am liebsten musikalische für neue Titel inspirieren?

    Y.M. : Ich reise sehr gerne, vor allem in französischsprachige Länder. Bei den Reisen kommen mir oft die Ideen für neue Stücke. Diese Reisen sind für mich sehr wichtig, weil Musik meiner Meinung nach „Misch-Masch-Musik" ist, in der viele Elemente aus der ganzen Welt zusammenfließen und sich vermischen. Und das ist gut so.

    T : Bei deiner neuen CD „Anywhere Anytime" hast du erstmals einen englischen Titel gewählt. Warum?

    Y. M. : Als Musiker bin ich viel und überall unterwegs, bin also „Anywhere Anytime" Darum dieser Titel – und eben auch, weil meine Musik nicht regional begrenzt ist, sondern vielen Menschen Freude bringen soll.

    Danke für das Gespräch.

    (Das Gespräch führte Bernhard Wibben)


    2002-03-15 | Nr. 34 | Weitere Artikel von: Bernhard Wibben