Trottoir Online Magazin / Künstler und Eventattraktionen

--- Trottoir Admin Ebene ---

 
 
 
Trottoir Header
Suche im Trottoir

Kategorien Alle Jahrgänge




Admin Bereich K10


Artikel - gewählte Ausgabe
Meist gelesen
Statistik
  • Kategorien: 66
  • Artikel: 3377
  • News Events :: Premieren

    [zurück]

    Knusper – „Auf vielfachen Wunsch“

    Kolossaler Schwachsinn, gewagte Gesangspartien, eindrucksvoller Ausdruckstanz und Humor ohne Rücksicht auf Verluste, auch in den eigenen Reihen – all das ist zu erleben im neuen Programm von Knusper. Die aus einer Schülerfreundschaft entstandene Truppe, bestehend aus Peter Kulla, Guido Schmitt und Paddy Walter, hat in diesem, ihrem zweiten, Programm Comedy und Musik noch enger verwoben. Unter der „Intrigierung und Inszenierung“ von Anka Zink sind Knusper witzig und gleichzeitig überzeugend, wenn ohne absoluten Perfektionsanspruch Themen auf die Schippe genommen werden, diese musikalisch und darstellerisch karikiert und ohne doppelten Boden dargeboten werden. Ob das jetzt der Fadosänger ist, der keinen Fado mehr singen will; ob sie ganz im Stil der Söhne Mannheims eine gescheiterte Grillparty besingen („Vielleicht fehlt ihm die Glut“); oder einen neuen Fernsehkanal namens „Notruf TV“ starten. Dort kann man dann, vorausgesetzt man weiß, wie viele rechte Ecken ein Rechteck hat, schon mal eine Niere zum Mitnachhausenehmen gewinnen.

    Am besten sind Knusper aber, wenn sie Musik, Text und Comedy miteinander verbinden. So gewinnt eine Lesung von Kafkas Roman „Die Verwandlung“ ganz neuen und unerwarteten Witz und die „Matrix“ wird zu einer Falle der eigenen Vorstellungen. Als dann die Jungs Märchen nacherzählen und Kinderlieder in neue musikalische Formen umfunktionieren, gibt es beim Publikum kein Halten mehr. Da wird der Bi-Ba-Butze-Mann zu dem, wofür wir ihn schon seit der Kinderzeit halten – zum Bösen-Buben-Rapper für Arme. Federleichte krachende Comedy, schräges Kabarett, knallkomischer Nonsens und böse Satire – und das alles natürlich im Dienste Frodos!

    Redaktion: Andreas Höflich

    2005-06-15 | Nr. 47 | Weitere Artikel von: Andreas Höflich