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    Kritik – Oliver Pocher

    Da hat Veranstalter Hans Emmert einen der besten Würfe gelandet, der sich derzeit auf dem Comedy-Markt anbietet: Oliver Pocher füllt die Hallen und überzeugt die Zuschauer. Womit? Verblüffung. Lesen Sie selbst aus der Stadthalle Hagen …

    „Gefährliches Halbwissen“ also lautet das neue Programm des Hannoveraners, der bisweilen vor allem damit glänzen kann, dass aber auch wirklich jeder eine Meinung über ihn hat, wenn auch nicht immer die beste. „Schmidt & Pocher“ gehen nun auseinander, was vorab auch angekündigt war. Und schon legen Schandmäuler wieder los, endlich würde wieder Niveau in die Late-Night-Show kommen … Pocher als respektloser Rüpel in Boxhandschuhen – wer nur so etwas erwartet, wird leider enttäuscht. Der Mann hat mehr auf dem Kasten: Zeigt Urlaubsvideos, auf denen er in den USA aus einem Freizeitpark geschmissen wird, spricht über Morningshows im Radio, die Olympischen Spiele, Mann und Frau, Dr. House, Jungfrauen im Himmel und die verzweifelte Suche nach Osama bin Laden. Pocher ruft Angehörige von Menschen aus dem Publikum an, die vergeblich nach Karten gesucht hatten, und lädt sie live in die laufende Show ein.

    Der Mann im Ring kommt selbst in der Foyer-Pause via CD-Einspieler in die Ohren seiner Zuschauer. Pocher schafft vor allem eins, und das ganz groß: Er erfüllt NICHT die Klischees, wie sie die Leute von ihm erwarten. Ein bisschen „Wetten, dass…?“ als Live-Tour. Eben große Unterhaltung. Aufwändig und lohnenswert. Im zweiten Tour-Block im Moment unterwegs bis Ende Juni, und ein Juwel für Stadthallen-Betreiber.

    Redaktion: Stefan Ludwig

    2009-03-15 | Nr. 62 | Weitere Artikel von: Stefan Ludwig