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    Kritik „Au Baake Show“

    Kabarettist und Comedian Thommi Baake erfreut derzeit Hannover monatlich mit einem speziellen Mix. Zu seiner „Au Baake Show“ lädt er sich Künstler ins KIK (Kleinkunstbühne im Kräutergarten) ein, darunter z. B. Moderator Ingolf Lück, der zwar keine eigenen Nummern zum Besten gab, aber mit seiner lockeren Art überzeugte. Im Januar beglückte Roberto Capitoni, der mit Stand-up schon nach wenigen Minuten voll aufdrehte und italienische und deutsche Frauen durch den Kakao zog. Halbitaliener Capitoni entpuppte sich dabei als Ausnahmetalent, der sein Publikum sehr schnell im Griff hatte. Dramaturgisch hatte es der Hannoveraner Robert Wicke mit seiner ruhigeren Art etwas schwerer. Doch der grundsympathische Jongleur, Pantomime und Comedian spielte sich leise in die Herzen seines Publikums – wobei er vor allem weibliche Zuschauer gerne mit einbezog. Lauter ging’s bei Wolfgang Grieger und den Heinis zu, die Geschichten vom Dorfe zum Besten gaben. Zwischendurch wurde auf dem Sofa getalkt und Moderator Baake verband, mit bestechend pinkfarbenem Anzug, die einzelnen Auftritte zu einem Ganzen. Dass nicht alle Gags zündeten (wenn z. B. unerwartet schnell erraten wurde, welche der durchsichtigen Flüssigkeiten im Glas Wasser, welches Sprudel war), machte gar nichts. Die Show im schlichten Wohnzimmer entfaltet Sympathie in ihrer „Kleinheit“ und mit den manchmal beiläufigen Gags. Es muss eben nicht immer spektakulär sein. Provinz wird hier einmal ganz groß. Volkslieder wurden mitgesungen. Charmant.

     

     
    2009-03-15 | Nr. 62 |