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    Kritik: Ehnert meets Schiller: „Die Braut von Messina“ als Vierer-Rap

    Wer war noch mal Karl Moor? Der aus dem Musikantenstadl? Natürlich nicht: An den „Guten“ aus den „Räubern“ und vor allem dessen vor 250 Jahren geborenen geistigen Vater erinnern vier Top-Kabarettisten im Rahmen eines launig-genialischen, musikalisch-theatralischen Herrenabends: Kristian Bader, Michael Ehnert, Jan Christoph Scheibe und – als Gast aus Köln – Hilmi Sözer bringen in zweieinhalb Stunden Ehnerts „Schillers sämtliche Werke ... leicht gekürzt“ derart stupend auf die Bühne des Altonaer Theaters, dass vom „schlappen Kastratenjahrhundert“ wahrlich keine Rede mehr sein kann. Ob „Die Verschwörung des Fiesco zu Genua“ auf Schwäbisch, Präsident von Walter in Brandos „Pate“-Manier oder „Die Braut von Messina“ als Vierer-Rap: Den „Fabulous Four“ gelingt unter der Regie von Martin Maria Blau ein Gesamtkunstwerk aus Hommage an die zeitlose Kraft und Schönheit schillerscher Verse („Der Mensch ist frei, und würd’ er in Ketten geboren“), wahren und erfundenen Anekdoten aus dem Leben des „Quentin Tarantino unter den Klassikern“ sowie dreisten Off-Kommentaren zu Osmanen, Adolf Hitler und Uma Thurman. Ovationen bei der Uraufführung in Altona, dort wird das Stück bis 13. April gezeigt. Später soll es Gastspiele geben.

    Redaktion: Ulrike Cordes

     


    2009-03-15 | Nr. 62 | Weitere Artikel von: Ulrike Cordes