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    Kritik: Ein bisschen deutsch, ein bisschen türkisch, viel multikulti


    „Made in Germany“ heißt das neue Programm von Kaya Yanar. Ein kritisches, politisches Programm hat vermutlich keiner der Gäste erwartet, vielmehr unglaublich viel Spaß, quirlige Monologe und pointierte Gags. Ein bisschen von beidem macht das dritte Soloprogramm des Comedian zu einem wirklichen Highlight. Als Deutsch-Türke kann Kaya Yanar beide Kulturen auf den Arm nehmen. Er geht aber noch einen Schritt weiter und stellt seine Fähigkeit unter Beweis, scharf zu beobachten und Gesten und Sprache vieler Nationen wiederzugeben. Ein klasse Tipp, sich Harry Potter mal auf Holländisch anzusehen. Er schafft es auch, seine Leidenschaft für Filme und Bollywood-Streifen im Besonderen so rüberzubringen, dass man auf dem Nachhauseweg noch schnell eine DVD ausleihen möchte. Und wenn Kaya Yanar die verschiedenen Nationen beim Schimpfen beschreibt, bleibt kein Auge trocken. Selbstverständlich bekommen auch Ranjid, Francesco und Hakan ihren Raum im Programm, aber hauptsächlich geht es um die Deutschen. „Was ist typisch deutsch?“ „Wer sind die Deutschen“, wo gehen sie hin, wo kommen sie her? Bei der Gelegenheit klärt Kaya Yanar auch auf, warum Cäsar und seine Römer nie bei uns Fuß fassen konnten: Beim ersten Zusammentreffen mit einem Sachsen muss sich der römische Imperator totgelacht haben. Rund zwei Stunden Angriff auf die Lachmuskeln der Zuschauer – ganz ohne Pause, dafür mit viel Tempo und jeder Menge Pointen.

    Redaktion: Gerti Windhuber

    2008-06-15 | Nr. 59 | Weitere Artikel von: Gerti Windhuber