Quibox Künstler und Eventattraktionen

Künstler und Event-Attraktionen

-direkt buchen & sofort mieten-
 
 
 
Willkommen beim Trottoir

Hier präsentiert sich das große Trottoir-Archiv mit allen Themen rund um Künstler und Events. 13 Jahre Kleinkunst-, Kabarett- und
Varieté-Geschichte - dokumentiert im Trottoir, dem führenden deutschen Kleinkunst-Magazin. Als Benutzer können Sie in unserem
Trottoir-Archiv frei recherchieren. Alle in den Artikeln erwähnte Künstler, Veranstalter oder Kleinkunsttheater / Locations werden mit
ihren Einträgen auf Quibox und ihrer Homepage direkt verlinkt. Zusätzlich sind die Artikel mit Schlagworten (Tags) versehen, die auf
ähnliche oder ergänzende Inhalte von Künstlern und Event-Dienstleistern auf Quibox verweisen.
Viel Erfolg und Vergnügen beim Stöbern und Recherchieren.
Trottoir - wie geht es weiter? Tragen Sie sich jetzt in den Trottoir-Online Newsletter ein.

  Jahrgänge Register • Alphabetischer Index  • Artikel nach Kategorien

Szenen Regionen :: Hamburg

[zurück]

Kritik: Gerlich & Wolf: Sommermädchen brauchen Liebe

„Du solltest Schafspelz tragen“, raunt der Mann am Flügel. „Ich trage Wolf“, antwortet keck die Angesprochene und präsentiert sich als lila Traum in Rüschen und Pailletten, mit Spängchen im Haar und goldenen Schuhen.

In der schwülen Atmosphäre des Erotic Art Museums auf dem Kiez war im Spätherbst zu erleben, was „Sommermädchen“ so sind und was sie so alles treiben: Unter diesem Titel präsentierten der Hamburger Pianist und Arrangeur Siegfried Gerlich, Begleiter auch von Hannelore Hoger und Eva-Maria Hagen, und die Schauspielerin Maria-Debora Wolf (u. a. Komödie Winterhuder Fährhaus) ihr gleichnamiges, erstes gemeinsames Chanson-Programm.

Zwischen „Ich bin ’ne Prinzessin aus dem Sommerschlussverkauf“ und „I bin halt frigid“ bewegte sich der Reigen der zumeist eigenen Titel. Wolf, mit facettenreicher Kleinmädchenstimme zu den melodischen Klängen Gerlichs intonierend, zeichnete ihre Bühnenfigur als gefallsüchtiges, flatterhaftes Wesen zwischen Girlie und Femme fatale. Mit fragilem Charme ließ sie ihr Sommermädchen vom Männerverschleiß ohne Unterlass berichten, von der nicht immer berauschenden Auswahl zwischen Quickie, One-Night-Stand und Affäre.

Doch auch von den Abgründen hinter der Zuckerpuppen-Oberfläche wussten die beiden Künstler in Liedern und Wortgeplänkel zu berichten: von Verlustängsten, Vaterkomplexen – und von unerhörter Sehnsucht: Denn eigentlich, „es fällt zwar keinem auf“, wollen auch Sommermädchen nur lieben. Die Premierengäste, darunter Kollegin Eva-Maria Hagen, zeigten sich überaus berührt und applaudierten begeistert.

Redaktion: Ulrike Cordes

2006-03-15 | Gelesen: 113| Weitere Artikel von: Ulrike Cordes
Artikel Kategorien: