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    Pantomime Pablo Zibes: Kreativität aus Argentinien

    Als „Meister der Regungslosigkeit“ bezeichnete ihn die F.A.Z., und in der Rheinischen Post lobte man die unglaubliche Körperbeherrschung des argentinischen Pantomimen. Pablo Zibes verwandelt Bewegung und Stillstand in faszinierende Unterhaltungskunst. Wir trafen den stets gut gelaunten Meister der stillen Kunst in seinem Heimatort Stuttgart zum Interview.

    TROTTOIR: Pablo, deine Vielseitigkeit als Pantomime, oder Walk-Act Künstler ist immer wieder überraschend und voller Kreativität. Woher nimmst du deine Ideen?

    PABLO: Sicherlich ist der Besuch der Schauspielschule in Buenos Aires eine wichtige Grundlage. Daneben kann ich auf die vielen, interessanten Erfahrungen aus meiner Zeit als Straßenkünstler vor mittlerweile 15 Jahren in Europa und Asien zurückgreifen. Um kreativ zu sein, muss man die eigene Umwelt bewusst wahrnehmen – das versuche ich im Alltag umzusetzen.

    Beispielsweise habe ich eine spontane Idee – ich beginne meist sofort, mir einige Notizen zu machen. Aus diesen Ideen heraus gestalte ich dann neue Figuren bzw. Shows, die ich aber erst im Proberaum rund und in sich stimmig ausarbeite. In meinem Werkraum kommen bei der Arbeit mit den unterschiedlichsten Materialien Ideen, gerade für neue Kostüme und Effekte – dabei hilft mir dann sogar Wissen aus der Schulzeit – und die war nicht kreativ, sondern technisch ausgerichtet. Wenn mir das damals jemand erzählt hätte ...

    TROTTOIR: Auf dem Grazie-Mantova Festival in Italien ging der Sonderpreis an dich für dein „Lebendiges Kunstwerk“, welches du zusammen mit dem spanischen Maler Manuel Hernández Bastante entwickelt hast. Was kann man sich darunter vorstellen?

    PABLO: Es handelt sich um ein völlig neues Konzept. In unserem Projekt gestalten wir bekannte Motive aus der Malerei als „lebendige Kunstwerke“. Manuel hat z. B. Tischbeins Gemälde „Goethe in der Campagne“ gemalt, ich selbst habe darin den sitzenden Goethe dargestellt. Ähnlich verfahren wir bei dem Motiv eines Brunnens. Hier ist mein Spiegelbild statisch auf der Wasseroberfläche zu sehen, ich selbst bin als lebendige Statue wiederum sehr beweglich. Es handelt sich nicht um eine Performance, bei der sich das Bild und die Figur vor den Augen des Betrachters laufend fortentwickeln.

    Mein komplettes Programm, alle Infos und auch Videos findet man auf meiner Internet-Seite Pablo Zibes.

    Aktualisierte Infos auf der Homepage: Pablo Zibes

    ArtNr:1072


    2008-12-15 | Nr. 61 |