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    Paukenschläge in Rastatt

    Auch in diesem Jahr bot Deutschlands größtes Straßentheater-Festival tête-à-tête in Rastatt unter der hervorragenden Leitung von Marion Künster und Charlie Bick die in Deutschland einmalige Gelegenheit aktuelle Tendenzen und Entwicklungen des Straßentheaters zu erleben. Sechs Festivaltage mit 48 Gruppen aus 14 Ländern zeigten einmal mehr, dass Straßentheater nicht nur ein Magnet für zehntausende Besucher, sondern auch ein Highlight im jährlichen Kulturprogramm einer Stadt darstellt, an das man sich noch lange erinnert. Rastatt als Perle der Straßentheaterkunst in Deutschland, verdankt diesen ausgezeichneten Ruf seines Festivals vor allem der perfekten Inszenierung der Stücke auf den Plätzen, Straßen und Parks sowohl von großen wie auch von kleineren Produktionen. Dabei wurde für die unterschiedlichsten Zuschauergruppen ein Programm der Spitzenklasse geboten: angefangen bei Kindern, die bevorzugt in den Parks und auf kleineren Plätzen mit dem Straßentheater in Kontakt kamen bis zu mehreren parallel laufenden großen Abendvorstellungen, die in abgesperrten, gesicherten Bereichen mit Tribünen für das Publikum präsentiert wurden. Die Akteure konnten dort mit ausgedehnten Light- und Soundchecks am Tag die optimale Atmosphäre für Ihre Abendshow einstellen, wie z.B. das Musik-Tanz-Theater der Gruppe OPLAS teatro, die auf dem Mercedes-Benz-Gelände des Festivals in Rastatt die Weltpremiere des neuen Stückes "Julieta et Romeo" präsentierten. - Ruhiger ging es in dem speziell für Senioren konzipierten Figurentheater von Alfred Büttner zu. Büttner zeigte in seinem Senioren-Stück mit dem Titel "Es ist nie zu spät" auf einfühlsame Weise die Lebensumstände älterer Menschen, die auf der Suche nach Geborgenheit und gegen das Gefühl der Einsamkeit noch einmal neue Freundschaften und Liebschaften eingehen, und sei es erst im Altenheim. Das Publikum, welches im Garten des Rastatter Altenheimes und einer in der Nähe gelegenen Senioren-Wohnanlage anwesend war, sowie das Pflegepersonal waren begeistert von Büttners Inszenierung. "Ein Festival mit einem solch hohen künstlerischen und logistischen Anspruch ist jedesmal für alle Beteiligten, Künstler, Veranstalter und die zahlreichen Helfer eine große Herausforderung. Da muß alles passen und trotzdem muß es leicht und fröhlich wirken," so Marion Künster, technische Leiterin des Festivals. Und der künstlerische Leiter Charlie Bick fügt hinzu: "Unser Konzept ist sehr umfangreich und soll auch zukünftig alle Altersgruppen bedienen. Bei 200 Einzelvorstellungen und 11 Premieren beginnen wir bereits jetzt Gruppen und Programme zu sichten für das nächste Festival 2006." - Und darauf freuen sich nicht nur die ganze Region Rastatt, sondern auch alle, die für dieses Festival gerne als Gäste anreisten, wie z.B. die zahlreichen in- und ausländischen Agenturen und Veranstalter, für die Rastatt inzwischen ein MUST geworden ist, ähnlich wie die großen internationalen Festivals in Frankreich und Spanien.

    Infos: www.tete-a-tete.de.

     

    2004-09-15 | Nr. 44 |