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  • Themen-Fokus :: Strassentheater

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    Poetisches Theater mit Weisheit

    In Afrika nennt man die Erzähler Jelibas. Im Orient ist es Tradition sich von einem Geschichtenerzähler unterhalten zu lassen. In den Geschichten von Sonny Delfino und Susanna Ullmann des ZICK ZACK Traumtheaters ist von allem etwas vorhanden. Tiefgrund, Satire, Poesie, beißender Humor und mehr. Viele dieser Geschichten sind schon Hunderte von Jahren alt. Einige werden noch heute in den Dörfern Afrikas erzählt. Oder in Teehäusern in orientalischen Ländern. Bei uns hört man solche Geschichten im Theater oder Kabarett. TROTTOIR befragte die beiden Künstler nach den Hintergründen ihres neuen Programms.

    Ihr seid bekannt als Stelzentheater, Illusionstheater, Feuertheater und Straßentheater. Jetzt gibt es ein neues Programm: Erzähltheater. Wie kann man sich das vorstellen?

    Der Ursprung unseres Schaffens begann auf Theaterbühnen. Dann produzierten wir erfolgreich Stelzentheater, die überwiegend auf der Straße und in großen Hallen stattfanden. Mit unserem neuen Erzählprogramm gehen mit einem neuen Konzept wieder ins Theater und auf Kleinkunstbühnen zurück. 

    Wie immer bei Zick Zack bleiben wir unserer Liebe zu  Kostümen treu und verpacken jede Inszenierung in ein eigenes Gewand. Mal im Afrika-Stil, mal orientalisch, bayrisch, teuflisch, oder ganz neutral.

    Am Anfang erklären wir die verschiedenen exotischen Instrumente mit denen wir  einen stimmungsvollen Klangteppich schaffen. Musik und Wort treten in Einklang, denn beides steht gleichrangig nebeneinander.

    Worte im Einklang sind Perlen der Weisheit. Unser Erzählprogramm ist kurzweilig und immer pointiert mit einer Prise Weisheit und Humor.

    Habt Ihr Vorbilder für das Erzähltheater?

    Ja! Auf unseren Reisen durch den Orient sahen wir gespannt in einem Teehaus einem Geschichtenerzähler zu. Nur leider konnten wir kein Wort verstehen. Wir waren sehr berührt und beschlossen,  Musik mit Erzählkunst zu verbinden. Das Musizieren und Geschichten erzählen viel uns am Anfang schwer. Nach 2-jährigem intensiven Studium ist es uns gelungen, unseren Traum in Worte zu fassen.

    Wir erzählen überwiegend persische und afrikanische Geschichten auf eine sehr ursprüngliche Art und Weise. Musikalisch untermalen wir unsere Geschichten mit zum Teil sehr archaischen Instrumenten wie dem Bolon Batu - eine Baß-Cora aus Westafrika, Saxofon, oder ein 54-saitiges Monocord, sowie unterschiedliche Glocken und Gongs.

    Woher nehmt Ihr Eure Geschichten?

    Wir finden die Geschichten in unterschiedlichen literarischen Werken, aber so manche Geschichte stammt auch aus unserer Feder.

    Mit wie viel Personen und zu welchen Anlässen wird das Erzähltheater aufgeführt?

    Bei unserem Erzählprogramm treten wir zu zweit, als auch solo auf. Wir spielen da, wo man uns sehen und hören will, wie z.B. in  Kleinkunstbühnen, Büchereien, Gartenfesten, usw...  wenn es heißt: Liebe und Tiefgang, Perlen der Weisheit, Glaube und Hoffnung... dann sind wir richtig. Auch in unseren aufwändigen Stelzentheatern finden unsere Geschichten ihren Raum. Da kommt es vor, dass auch mehrere Künstler daran beteiligt sind.

    Wer uns sofort hören und sehen will, der findet uns unter dem Stichwort „Erzählprogramm“ bei

    Aktualisierte Infos auf der Homepage: ZickZack-Traumtheater

    ArtNr:1090

    2009-06-15 | Nr. 63 |