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    Prix Pantheon 2001

    Im Bonner Pantheon versammelte sich wieder ein vergnügungssüchtiges Volk zur dreitägigen „German-Spass-und-Satire-Open„, moderiert von einem glänzend aufgelegten Rainer Pause. 12 Beiträge aus der weiten Welt des Humors waren von Publikum und Jury zu werten. Rauschhaften Applaus fuhren die 5 Kölner Jungs von Basta für ein temporeich von den Brettern geschmettertes A-Capella Cross-over ein. Musikalisch ebenso perfekt, aber in einer grotesk extatischen Show verpackt, brachten Evi und das Tier (Evi Niessner und Pianist Mr.Leu) mit herzhaftem Boogie und Soul Ohren und Augen in Wallung. Vermutete man hier schon die Lieblinge des Auditoriums, so gewann den Publikumspreis (Kategorie: „Beklatscht und ausgebuht„) doch ein anderer: Horst Evers las einfach Geschichten aus dem Mikrokosmos eines Unangestrengten. Das Reich der persönlich erfahrbaren Welt offenbart bei Evers ein enorme Fülle an Absurditäten, verdichtet auf wenige Zeilen. Besondere Erwähnung verdiente sich auch Luise Kinseher mit einem Ausschnitt aus ihrem hintersinnigen Satiredrama „Ende der Ausbaustrecke„; schaurig-schöne Schauspielkunst, die Lust auf mehr machte. Den Jurypreis („Frühreif und verdorben„) erhielt dieses Jahr Hilde Kappes für ein prächtiges Stück Weltmusik. Wähnte man sich gerade klanglich noch in Fernost, war man doch schon längst über Tibet und Afrika beim Blues angelangt. Hilde Kappes tönte in erfundenen Sprachen, begleitete sich selbst in bizarren Loops über ein Delay-Gerät und nutzte Gegenstände des Alltags zur Tonerzeugung.
    Der Ehrenpreis („Reif und bekloppt„) des Prix Pantheon übrigens ging an Dieter Hildebrandt.

    2001-06-15 | Nr. 31 |