Trottoir Online Magazin / Künstler und Eventattraktionen

--- Trottoir Admin Ebene ---

 
 
 
Trottoir Header
Suche im Trottoir

Kategorien Alle Jahrgänge




Admin Bereich K10


Artikel - gewählte Ausgabe
Meist gelesen
Statistik
  • Kategorien: 66
  • Artikel: 3361
  • Szenen Regionen :: Nordwest

    [zurück]

    Trotz Regen fiel fast nichts ins Wasser -

    – the best of Nordwest-

    Da fällt zuallererst Gayle Tufts mit ihrem Bühnenpartner Rainer Bielefeldt auf. Sie ist „absolutely unterwegs“.So heißt nicht nur ihr Programm, sie war es wirklich gleich drei Mal in unserer Gegend: im Taraxum in Leer (29.09.), in der Delmenhorster Villa (30.09.) und im Pumpwerk in Wilhelmshaven(02. 10.). Die amerikanische Wahlberlinerin  und tolle Entertainerin schafft  mit einer atemberaubenden Wandlungsfähigkeit den Spagat zwischen Marlene Dietrich und Liza Minelli, zwischen macho und schwul , nicht nur spielend, sondern ebenso hervorragend auch singend. Und singend  und spielend ging es weiter bei den „9. Oldenburger Frauenkulturtagen“ (7. bis 10. Oktober). Da war die von Zwergen verfolgte, herrlich ordinäre „Ruhrpot-Piaf“ Andrea Badey mit ihrem Programm „Mein Prinz muß anders kommen“. Tut Dummheit weh?  war die Frage von Ruth Schiffer & Barbara Beckmann. Ja, sie tut  weh, aber dafür waren beide „Voll der Gnade“ und  lieferten ein Programm, rasant, martialisch musikalisch und radikal parteiisch. Und Lioba Albus, die dritte im Bunde des Frontfrauenkabaretts, ein Allround-Talent mit spitzer Zunge, Doppelkinn, drittem Auge und vierten Zähnen fragte sich ,was ist, „wenn Männer zu viel  liegen,“ und ob wirklich der männliche Achselschweiß die naturkundliche Antwort auf weibliche Hormonstörungen ist.

    Warum nicht einmal an einem ungewöhnlichen Ort? Das fragte sich die Cloppenburger Künstlerin Bärbel Hische. Sie will ihr Atelier der Kleinkunst öffnen (Atelier Bärbel Hische mit Rampe am Filberg). „Vom Window verweht“ hieß das erste Programm am 8.10., das  das „Kabarett ohne Ulf“ als Einstieg zum Besten gab.

    Alix Dudel, die dunkelstimmige Diseuse aus Hannover, trat erneut mit ihrem schon lang bewährten Programm „Ab ins Disaster“ in großen Häusern auf, am 29.10.98 im Schloß Ritzebühl in Cuxhaven und am 30. und 31. 10 im Orpheus Theater von Flensburg. Und Markus Jeroch, neben Alix Dudel der beste Friedhelm Kändler Interpret, wird am 07.11.98  mit seinem Programm „Wo? Wo?“-  in der Jahnhalle in Nordenham gastieren. Einen Monat zuvor konnten ihn die Ostfriesen bereits mit seinen akrobatischen Rezitationen im Theater auf der Werft in Papenburg sehen. Apropos Ostfriesland: Hertha Schwätzig ( -Nomen est Omen-)  machte im Oktober auf ihrer kleinen Ostfrieslandtour gleich drei mal halt: am 8.10. in der Alten Post in Emden, am 9.10. im Güterschuppen, Aurich und am 10.10. im WBZ, Norden. Eigentlich heißt sie ja Astrid Irmer, nur daraus kann man nicht sehr viel machen. „Die Zeiten werden Hertha!“ heißt ihr Programm, und daß sie Mitglied der honorigen „Brotherhood of Magicians“ ist, kann man den teilweise magischen Programmkicks ansehen. Kicks mit Schaulustigen gabs dann noch in Bremen.“Kommen und Gehen“ hieß ein „One-night-stand“ allerdings gleich an fünf NIGHTS (27.10. bis 01.11.) von und mit Lutz von Rosenberg-Lipinsky im Packhaustheater im Schnoor.

    Das LITERATURIUM in Klein Scharrel brachte die „8. Ammerländer Kabarett- und Kleinkunsttage“. Hier waren dabei :„extra 2“(30.09.98)  - - am Tag zuvor, am 29. im Rathaus in Stuhr,- mit- Ulla Diekneite und Conny Reisberg, zwei  Feuerstühle mit high-speed auf dem Bahnhof von IDÜLLEN.  Es ist aufregend und frappierend, wie die beiden vier Händies gleichzeitig gekonnt bedienen und sich dazu noch unterhalten. Ludger Bott (07.10.98) demonstrierte  mit seiner SKANDALSAFARI  eine Beamtenschelte auf hohem Niveau. Renate Schubert, (14.10.98) die immer noch Carmen sein will,- Bizet hatte es ihr angetan-  bot wieder einmal ein virtuoses Spiel mit hintergründigem Humor. Das immer spritzige sächsische Knaller-Team DIEKAKTUSBLÜTE   aus Dresden (21.10.98)- immer wieder für Überraschungen gut-  glänzte nicht nur sächsisch sondern auch DM/EURO-deutsch mit ihrer Wanderung durch „Diesseits von Afrika“ . Das brillierende  und trillierende Duo Barbara Kuster, Potsdam, und Judith Steinhäuser, Berlin,( 28.10.1998) perfekt, schrill und“aufklärend amüsant“ stellte sich als der Gründungskopf der ersten„ sozialfetischistischen Partei Deutschlands“ mit dem Namen „Die blonde Plattform“ vor. Übrigens  am nächsten Tag,am 29.10., traten die beiden im Bremer Schnürschuhtheater auf. Die Begeisterung war groß, wie konnte es auch anders sein. Sie sind halt einfach gut!

    Auch in Bad Zwischenahn fand zum 2. Mal ein Kleinkunstfestival „Poesie am Meer“ (09. - 12. 10.98) statt. Der Verein der Kunstfreunde lud erneut als Organisatior Manfred Hausin, Autor vieler humorvoller Grotesken,( „Die Stimme Niedersachsens“) ein. Er organisierte ein  vorwiegend literarisches Programm mit Achim Amme, dem Kleinkunst-Satiriker, Winfried Bornemann  mit seiner absurden Behördenkorrespondenz, Helmut Debus, dem hervorragendsten plattdeutschen Songpoeten Deutschlands, (- und das ist er wirklich, wenn man ihn einmal gehört hat, -) dem Jugendbuchautor Kurt Wünsch („Jonny unterm Regenbogen“) und anderen aus der Volksgutszene. Und um die Ecke, im Kreissaalhaus in Westerstede erzählte  Walter Giller, (14.10.98) einer der beliebtesten der alten Garde aus seinem Leben, „Deutsche Vita“, von der roten Zipfelmütze bis zum schrulligen Klassenlehrer Strempel.

    Die Angestelltenkammer in Bremerhaven  feiert im CAPITOL das „3. Satirefest SATIRICA. Achim Konejung (11.11.98) wird mit seinen alltäglichen Absurditäten Feuer unterm Arsch machen, Frank Lüdecke (12.11.98), ehemals bei den „Phrasenmähern“, präsentiert seine vergnügliche Verteidigung der Sittsamkeit, Jockel Tschiersch (13.11.98)  lästert und nörgelt über Die Mindener Pest. Anka Zink (14.11.98), die stand-up-Commédienne und Ex-Springmaus, steht mit ihrem „LUXUS-Damensolo in Rot“ auf der Bühne des Capitols,  Erwin Grosche (18.11.98) mit seinem poetisch-komischen Solo „dem Tiger die Stirn“, Bärbel Schmidt (19.11.98) versucht das Publikum singend und spielend zu verführen und ihr gelingt es mit „Ich bin ausgezogen“ und  zu guterletzt  sprudelt es mit der spanischen Muppet-Show „YLLANA“ im Bühnenaquarium mit blubberndem„glub!glub!“.

    Im Vegesacker KITO wird ebenfalls gefeiert: Das „6. KabarettfestivalMosKITO“ mit  Frank Lüdecke, Achim Konejung und  Erwin Grosche . Dazu gesellen sich Petra Förster (14.11.98) „Mit den Waffen einer Frau“, Andreas Giebel ( 15.11.98) mit seinem „Alpenvirus“, Reiner Kröhnert (16.11.98) beschreibt in einem wahren Horrorszenario mit „Honnis Rache“ den drohenden politischen Supergau, Robert Grieß (20.11.98) glänzt dann mit seinem „Siegerlächeln“ und Henning Venske (21.11.98) gibt sein „best of“.

    Mit besten Grüßen aus „the best of Nord/West“, Euer -

    Redaktion: Klaus Groh

     

    Termine  2.Halbjahr

     

    Bremerhaven, Angestelltenkammer CAPITOL

    09.12.1998 Martin Buchholz                 Akte ICKE: Ein Alien packt aus

    12.12.1998 Nessi Tausendschön                Liebeslieder

    30.01.1999 Gregor Lawatsch                 Der Rest ist Zukunft

    10.02.1999 Nickeldeon                                  Diner for two (Stadttheater)

    20.02.1999 Die Nestbeschmutzer                   

    27.02.1999Dieter Nuhr                                      Nuhr nach vorn...“

     

    Bremen, KITO

    11.12.1998 Martin Buchholz                 Akte ICKE: Ein Alien packt aus

     

    Bremen, Packhaus Theatrium

    24.-28.02.1999  Gregor Lawatsch                 Der letzte Schrei

    03.- 06.03.1999Volkmar Staub                   Trocken-Beerenauslese

    10.-13.03.1999 Michael Quast                     Henkersmahlzeit

    16.-21.03.1999 Robert Grieß                         Sieger Lächeln

    26.-31.03.1999 Reiner Kröhnert                   Honnis Rache

     

    Schortens, Bürgerhaus

    16.01.1999 Queen B.                                            Wenn du aufhörst, fang ich an

    23.01.1999 Bernd Ladrenz                    Romeo und Julia

    12.02.1999Matthias Richling

    26.02.1999 Dieter Nuhr                                  Nuhr nach vorn

    13.03.1999 Jacqueline Kroll                  Fünf Männer und ein Klavier

    27.03.1999 Mark Britten                               Lebender Comic Strip

     

    Oldenburg, UNIKUM              

    28.01.1999  Georg Schramm

    04.02.1999 Gregor Lawatsch                 Der Rest ist Zukunft

    12.02.1999Bärbel Nolden                                  Endlich allein

    25.02.1999 Pago & Koch                                   

    04.03.1999 Mario Michalak

    12.03.1999 Alma Hoppe                               Entertainment

     

    Edewecht/ Klein Scharrel, LITERATURIUM

    03.03.1999 JWG                                      ein un(t)adelige Geschichte

    10.03.1999 Dorit Meyer                               Fettnäpfchen

    17.03.1999 Sigrun Kaethner-Böke                         Glückliche Tage (Becket)

    24.03.1999 Margot Müller                    Der Teufel mit den 3 goldenen Haaren (F.K.Waechter)

    31.03.1999 Tina Harms u. Franziska Vondrlik         100 Punkte bis zur Ewigkeit

     

    Oldenburg, Kulturetage

    16.01.1999 Josef Heider                               Privat

    21.01.1999 Nessi Tausendschön                Herz, mein Herz

    Hans Scheibner                                                  Wer zuletzt lacht, macht das Licht aus

     

    Leer / Kulturspeicher

    19.02.1999 extra 2                   Entgleisungen

     

    Nordhorn / Kornmühle

    20.02.1999 extra 2                   Spagasmus

     

    Wilhelmshaven / Pumpwerk

    11.12.1998 Nessi Tausendschön                     Liebeslieder


     

     

    1998-12-15 | Nr. 21 | Weitere Artikel von: Klaus Groh