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    Valeri & Gleb

    Am Anfang war - das Feuer, die Leidenschaft, der Drang kleine Geschichten zu erzählen, Geschichten ohne Worte zu benutzen, doch nicht nur in Jekaterinburg, dem Rest der Welt wollten sie „nichts sagen, aber ­alles zeigen“. Nachdem beide schon als Solisten diverse Auszeichnungen erhielten und ihr Studium als Theaterregisseure abgeschlossen hatten, gründeten sie 1989 das Duo „VALERI & GLEB“.

    Im August des gleichen Jahres geht es nach Siegen, Deutschland, das erste Kulturprogramm im Ausland, an dem sie teilnehmen. Nach vielen erfolgreichen Auftritten in der UdSSR beginnen sie 1992 mit der ersten Tournee in Europa.

    Als hätte sich Karl Valentin verdoppelt“ schreibt die Süddeutsche Zeitung, „sie verzerren die weiß geschminkten Gesichter zu windschiefen Grotesken, verdrehen mit verblüffender Virtuosität Gelenke und Körperteile.“ Kein Gegenstand ist vor ihnen sicher, egal ob Korkenzieher, Fleischwolf oder gar ein Fahrkartenentwerter, allein dank ihrer Gestik und Mimik glaubt man, alles zu sehen. Ein Kühlschrank, ein Auto  oder etwa ein Kugelschreiber? Vielleicht auch eine Besichtigung der neuen Immobilie - kein Problem für die beiden universell verständlichen Pantomimen.

    Und wenn die zwei spindeldürren „Künstler der ersten Kategorie“ (eine Auszeichnung der Philharmonie Jekaterinburg) ihre lebendigen und lebensnahen Kurzgeschichten interpretieren, bleibt kein Auge trocken. In der Darstellung von „Die Menschen und die Kunst“ erwacht eine griechische Statue und deutet dem Blinden einen Weg durchs Leben, in der „Kantine“ erlebt man wahre „Ser­viettenakrobatik“ und bei den „Konkurrenten“ ertappt man sich vielleicht auch selbst. Verblüffend wie die beiden uns die ganze Palette der Gefühle präsentieren, wie sie uns, der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten, nicht böse gemeint, aber mit einem ironischen Augenzwinkern. Beim „Zuschauer im Theater“ wird man erinnert an so manches Erlebnis beim letzten Theaterbesuch. Erstaunlich, wie schnell VALERI & GLEB mit dem Publikum zusammen ein Orchester auf der Bühne musizieren lassen, mit welcher Poesie „Adam & Eva“ sich verlieben. Unglaublich gar, wie beide als sehr altes Ehepaar selbst mit Masken auf den Gesichtern eine Liebesgeschichte ausleben, mit all den Freuden und Missverständnissen, Ansprüchen, Enttäuschungen und Erinnerungen, letztendlich aber doch . . . genug jetzt, alles wird nicht verraten.

    Man hätte noch Stunden zusehen können . . .“ (Süddeutsche Zeitung)

    VALERI & GLEB machten ihr Publikum wortlos glücklich“ (Patriot, Lippstadt)

    Wie schwebende Schwäne, die nichts als Leichtigkeit, Unsinn und Komik produzieren“ (SZ)

    Kunst der Körpersprache in Vollendung“ (Badische Presse)

    Auch bei den kleinsten Zuschauern in der Kindervorstellung herrscht unglaubliche Spannung von der ersten Minute an, wird der Koffer nachgeben? Schafft die Mücke den angestrebten Looping? Warum kann das Mädchen plötzlich jonglieren? Und dann wandern auch noch Affen durch den Saal - rund eine Stunde schmunzeln und staunen über zwei erwachsene Männer, die genau wissen, wie sie den Weg zu den Herzen (nicht nur) der Kinder finden.

    Faszinierend auch wenn sie sich hoch zu Roß oder als altes Ehepaar unter die Leute mischen.

    Unzählige Preise und Auszeichnungen begleiten VALERI & GLEB durch die Jahre und die Länder. Sie haben noch so viele Geschichten zu „erzählen“. . .

    Nun geht’s ans Kofferpacken, die erste Tournee in ein geheimnisvolles, exotisches weites Land steht an, auf nach China. Auch dort wartet man gespannt auf die unterhaltsamen, brillant komischen Geschichten von VALERI & GLEB.

     

    Kontakt:

    Rosa Wagner
    Buchenstraße 8
    82178 Puchheim
    Fon 089/89020735
    Fax 089/89020736
    2000-09-15 | Nr. 28 |