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  • Themen-Fokus :: Zauberkunst

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    Zauberhaft ins Kulturhauptstadtjahr 2010


    Das dritte internationale Festival der Magie wurde am zweiten Weihnachtsfeiertag in Bad Mergentheim ausgetragen. Charmant und elegant begrüßte die Hamburgerin Alana das Publikum und führte amüsant und verblüffend durch den Abend. Darüber hinaus hielt sie etliche zauberhafte Überraschungen parat, wie z. B. einen Quickchange. Der Franzose Jérome Helfenstein ließ die fingerfertige Kunst des Schattenspiels wiederaufleben. Mit seinen Händen kreierte er außergewöhnliche Figuren und kombinierte sie mit modernen Beamer-Animationen. Der Belgier Marc Antoine präsentierte eine klassisch-moderne Zaubershow mit Karten, Kerzen und Tauben. Der Gewinner des „Baguette d’Or“ (Monte Carlo) brillierte mit einer flotten Darbietung und technischer Perfektion. Magic unlimited nennt sich ein niederländisches Trio, welches moderne Zauberkunst dynamisch mit Musik, Tanz und Romantik verbindet. Die Gewinner des „Mandrake d’Or“ vereinten in einer exquisiten Choreografie Illusionen und Manipulationen und setzten zwischendurch unterhaltsame Kontrapunkte. Die Regie und Zusammenstellung des Programms lag in den Händen des bekannten Veranstalters Pierre Fey, der selbst früher als Zauberkünstler agierte.

    Harry KeatonDie Stadt Hattingen präsentiert erstmalig die Sonderausstellung „Berühmte und bekannte jüdische Zauberkünstler“ zum Beginn des Kulturhauptstadtjahrs 2010. Die Sammlung zeigt jüdische Berufszauberkünstler, die durch ihren Vorführstil und ihre Persönlichkeit weltweit berühmt geworden sind. Dies stellt zugleich eine Hommage an jene Künstler dar, welche die Zauberkunst als darstellende Kunstform bis in die heutige Zeit hinein durch ihre Kreativität und ihren Ideenreichtum nachhaltig geprägt und beeinflusst haben. Mit ihren außergewöhnlichen Präsentationsformen haben sie die Welt bereist und damit vielen Menschen unvergessliche Stunden geschenkt. Die zeitgeschichtliche Sonderausstellung wurde zum Holocaustgedenktag am 27.01.2010 mit einem Vortrag und einer Führung durch die Institutsleitung des Instituts für Goetologie feierlich eröffnet und ist noch bis einschließlich 30. April 2010 im Ev. Gemeindezentrum Holthausen, Dorfstraße 9, 45527 Hattingen zu sehen. Ausstellungsführungen für Gruppen können nach vorheriger Absprache unter Tel. 02 34-35 50 25 vereinbart werden. Historisch Interessierte können dort auch einen Ausstellungskatalog anfordern.

    Im Anschluss an die Veranstaltung wurde „Der Märchenkönig und sein Zauberer“ aufgeführt. Die Lesung von Zaubermärchen, begleitet von entsprechenden Zauberkunststücken aus drei Jahrhunderten, bildete eine einmalige Symbiose von Vortragendem und Vorführendem. Meisterhaft ließ zum Schluss des Programms der Märchenkönig sein goldenes Zepter schweben und tanzen, aus dem es passend zur Winterzeit heraus schneite. Die zauberhafte Produktion war ein Auftakt zum Kulturhauptstadtjahr 2010 in der Ruhrmetropole.

    Das Varieté et cetera hat sich ebenfalls ein Kulturhauptstadtmotto gewählt: „Walli-Fix und die Gallier“. Kurzerhand wurden alle Artisten, so auch der Zauberkünstler Jorgos Katsaros, in die Zeit der Römer und Gallier katapultiert. Als magischer Maggilix zauberte Katsaros mit seiner magischen Lupe und ließ seine Requisiten entweder ganz klein schrumpfen oder aber um ein Vielfaches vergrößern. Schließlich nahm er selbst Riesengestalt an.

    Der Schweizer Zauberkünstler Peter Marvey hatte die Ehre, im Dezember letzten Jahres vor dem französischen Präsidenten seine Kunst zu zeigen. Einige Tage zuvor bekam er bereits zum zweiten Mal den Merlin Award „Magier des Jahres 2009“ von der International Magicians Society verliehen.

    Die vielfach prämierte Show des deutschen Zauberkünstlers Timo Marc „Blue Vision Show“ wurde jetzt auf dreiste Art und Weise von einem Norweger bis ins Detail kopiert. Vom Erfinder zur Rede gestellt, war sich der Kopist keiner Schuld bewusst und auch eine angemessene Entschuldigung ließ auf sich warten. Kunst hat eben nicht nur mit Können zu tun, sondern auch mit Kreativität. Auf die Frage an den berühmten russischen Clown Oleg Popov, wie er es denn mit den Kopien seiner Reprisen bei anderen Clowns halte, antwortete er nur: „Nun, wenn sie es kopieren, muss es gut sein“.

    Im Alter von nur sechzig Jahren verstarb der Experte für Schwebeeffekte Braco (bürgl. Ralf Wichmann) in Berlin. Braco kreierte viele neuartige Schwebeeffekte, die Einzug in die Zauberkunst gehalten haben. Die Okito-Kugel und auch andere Kunststücke führte er unnachahmlich vor. Die Mentalzauberkunst hat er gleichfalls mit etlichen Ideen bereichert. Braco war wegen seines Fachwissens und seiner akribischen Tüfteleien ein sehr gefragter Gesprächspartner, von dem sich auch große Zauberkünstler, wie Finn Jon, Jeff Mc Bride etc. gerne Tipps holten.

    Die Bonner Zauberwochen fanden erstmals vom 5. bis 14. März 2010 statt. Mit „Magic 4 Kids“ begann die zauberhafte Woche. Die Zauberer des Magischen Zirkels Bonn verzauberten zunächst die kleineren Zuschauer. Mit „Illusionen hautnah“ am nächsten Tag, hatten dann auch alle anderen die Möglichkeit, den Künstlern auf die Finger zu schauen. Der bekannte Zauberkünstler Juno setzte mit seinem Solo-Programm „Illusion ist k(l)eine Kunst“ die magische Woche fort, welche sich dann mit der „Gala-Nacht der Meistermagier – SIMSALABONN“ dem Ende zuneigte. Den Abschluss der zauberhaften Tage bildeten noch ein Solo-Programm von Alexander Merk, „Zwischen Traum und Phantasie“, und ein Seminar für Zauberkünstler mit Juno zur Figurenfindung.

    Redaktion: Hartmut Höltgen-Calvero

    AdNr:1032

     

     

    2010-03-15 | Nr. 66 | Weitere Artikel von: Hartmut Höltgen-Calvero