Trottoir Online Magazin / Künstler und Eventattraktionen

--- Trottoir Admin Ebene ---

 
 
 
Trottoir Header
Suche im Trottoir

Kategorien Alle Jahrgänge




Admin Bereich K10


Artikel - gewählte Ausgabe
Meist gelesen
Statistik
  • Kategorien: 66
  • Artikel: 3301
  • Szenen Regionen :: München

    [zurück]

    Im Sommer viel Neues

    Wenn der Sommer so auf sich warten lässt wie in diesem Jahr, leiden die Münchner, die so gerne im Freien sind. Kein Biergarten, kein Latte Macchiato im Freien – da blieb wohl auch einigen Kabarettisten nichts anderes übrig, als am neuen Programm zu arbeiten. Ob das tatsächlich der Wahrheit entspricht, werden wir hier nicht lösen, aber die Anzahl der neuen artbild_250_chris_boettcherProgramme spricht durchaus dafür. Chris Böttcher (Bild) ist mit „Schluss mit Frustig“ unterwegs und bringt uns seine ganz persönliche Frustbewältigung durch Lachen näher.
    Isarpreiß Harry G gibt sich „#HarrydieEhre“ und tourt durch diverse Zelte und Festivals. Für alle, die noch nie etwas von Harry G gehört haben – der gebürtige Regensburger nimmt in seinen kurzen Videos vor allem die Münchner Schickimicki-Gesellschaft auf die Schippe und spricht damit vielen Bayern aus der Seele. Was auf YouTube begann, hat sich inzwischen vor allem über die sozialen Netzwerke verbreitet.
    Michael Mittermeiers
    neues Programm heißt „Wild“ und sorgt für ausverkaufte Häuser. Paul Panzer entfesselt eine „Invasion der Verrückten“, Ralf Schmitz erfreut uns mit „Schmitzenklasse“ , RebellComedy zeigen „Lach matt“, Bülent Ceylan „Kronik“ und Sascha Grammel und seine Puppen zeigen „Ich find's lustig“. 

    Eigentlich hätte ich hier gerne übe die Open Air Kabarett- und Comedyveranstaltungen dieses Sommers geschrieben, aber das Tollwood ist bereits fast vorbei, die Open Stage im Pelkovenschlössl macht Sommerpause und ist zudem nicht unbedingt Open Air und die Stadt München hat beschlossen, dass der Viehhof ein neues Volksthater erhält, das aber erst gebaut werden muss. Die Pasinger Fabrik widmet sich in den nächsten Monaten eher der Oper.

     

    Trotzdem – niemals aufgeben

    Dass Chistian Springer neben den Besuchen im Libanon, Benefizkonzerten und seinem artbild_250_Trotzdem_Cop_Kasonstigen sozialen Engagement überhaupt dazu kommt, ein neues Programm zu ersinnen, ist mehr als verwunderlich. Aber genau um dieses Engagement geht es in diesem Programm. Die Welt ist schlimm, das wissen wir bereits oder können uns täglich in den Nachrichten davon überzeugen. Aber die Antwort von Christian Springer darauf lautet: Trotzdem! Das bedeutet weitermachen, nicht aufgeben, und sich nicht den Schneid abkaufen lassen. Christian Springer geht’s ums Ganze. Um die Welt und um die nähere Zukunft in Bayern. Er mahnt die fehlenden Visionen ebenso an; dafür wollen wir ganz genau wissen wo etwas herkommt. Aber wollen wir das wirklich? Wenn man ganz genau hinschaut, war nämlich das erste Wiesnzelt nicht bayerisch, auch nicht deutsch, sondern türkisch. Ein Beutestück aus dem 17 Jahrhundert. Deshalb lautet das Fazit: „Wer san mir, wenn die andern mir san?"

     

    Oldies but Goodies

    Dass Georg Meyers Iberl Bühne in diesem Jahre 50 wird, hatten wir bereits berichtet. Im Rahmen des Jubiläumsprogramms auf der Freilichtbühne des Dorfstadl Buttlerhof in Tutzing am Starnberger See. Dort ist die Posse in 3 Akten „Niedertrachtig“ über einen Zirkus zu sehen.

     

    Aber noch eine Münchner Institution darf 2016 ihren runden Geburtstag feiern: Die Lach- und Schießgesellschaft wird 60. Gegründet wude das kleine Schwabinger Kneipen-Theater von Dieter Hildebrandt und Sammy Drechsel, der auch die Regie zu einem der ersten Programme „Denn sie müssen nicht was sie tun“ führte. Die nächsten Programme spiegeln schon in ihren Titeln den Zeitgeist wieder: „Warten auf Niveau“ (1959), „Halt die Presse“ (1963), „Von Menschen mit Mäusen“ (1969), Mustermann (1986) oder „Die Polka-Krise“ (1997). Seit 2001 hat Till Hofmann die Leitung übernommen und damit ist auch das Jubiläumsprogramm 2006 bereits unter seiner Führung entstanden.

    artbild_350_Galerie_Lach_unAber das sind alles Zahlen und Fakten, die nicht zu vergleichen sind mit einem Besuch dieser Institution. Nur rund 100 Personen finden dort Platz und genau das macht die Atmosphäre dieser Kneipe aus. Allein die Karikaturen der Künstler von Dieter Hanitzsch an der Wand geben einen angemessenen Eindruck, welche Künstler ihre Anfänge oder regelmäs- sige Auftritte in der Lach- und Schieß hatten. (Bild Galerie).






    Redaktion:
    Gerti Windhuber

     

    Termine:

     

    Lach und Schieß:

    24.07.16: Christian Überschall: „Ganz großes Kino“ (Premiere)

    16.-20.08.16: Massimo Rocchi: „6zig“ (München-Premiere)

    13.-17.09.16: Sven Kemmler: „To Fuck Or Not To Be – 400 Jahre Sharespeare“ (Premiere)

     

    Lustspielhaus:

    31.08.16: Jochen Malmsheimer: „Drogensuppe Herzogin – ein Austopf mit Einlage" (München-Premiere)

    25.09.16: Wladimir Kaminer: „Meine Mutter, ihre Katze & der Staubsauger“ (München-Premiere)

     

    Schlachthof:

    10.09.16: Lady Lords & Company: „Gaudi in Bavaria – die traditionelle Wiesnshow“

    15.09.16: Christian Springer: „Trotzdem“

     

    Zirkus Krone:

    30.10.16: Chris Böttcher: „Schluss mit frustig“

    19.04.17: Harry G „#HarrydieEhre“


    Bildnachweis:
    "Trotzdem" Foto:Katharina Ziedeck

    ANZ_zickzack_1_8216 | 755 TG: ZickZack-Show . Stelzentheater . Galaveranstaltungen . Walking Acts [siehe auch]

    2016-07-04 | Nr. 91 | Weitere Artikel von: Gerti Windhuber