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  • Szenen Regionen :: Kassel

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    2013 feiert Kassel sein Stadtjubiläum

    – Anlass für ein überbordendes Festprogramm, über welches das ganze Jahr zu berichten sein wird. Der Starclub, Kassels kleines und feines Varieté, bildet die Speerspitze der Gratulanten: Seit dem 12. Januar ist dort „1100 und eine Nacht – die Show zum Kasseler Stadtjubiläum“ zu sehen. Ein exquisites Geburtstagsgeschenk: Welche Stadt dieser Größenordnung darf schon ein festes Varietétheater ihr Eigen nennen? Und das nun schon seit 17 artbild_goetz_ohlendorf_02Jahren – dem charismatischen Starclub-Betreiber Götz Ohlendorf (Bild links) sei Dank, der sich, auch in ökonomisch schwierigen Zeiten, nie von seiner Leidenschaft für die in mannigfacher Hinsicht „luftgängerische Kunst“ hat abbringen lassen.

    Der Humor ist in vielen Städten zu Hause. Darauf verweist nicht zuletzt die Attraktivität und Ausdehnung dieses Magazins. Aber nur in einer einzigen wird er systematisch wie kontinuierlich erforscht: in Kassel. Hier findet heuer vom 23. Februar bis zum 2. März bereits das 6. Kasseler Komik Kolloquium statt, veranstaltet von der Stiftung Brückner-Kühner in Kooperation mit der CARICATURA – Galerie für Komische Kunst, hr2-kultur, Kunsthochschule Kassel, Kunsttempel, Kulturzentrum Schlachthof, Literaturhaus Nordhessen, Stadtbibliothek Kassel, Universität Kassel und dem Institut für Germanistik. Den Auftakt bildet die Verleihung des Kasseler Literaturpreises für grotesken Humor an Wilhelm Genazino und des Förderpreises Komische Literatur an Wolfram Lotz. Es folgt, an diversen Veranstaltungsorten, eine Woche mit hochkarätigem Programm. Unter den Gästen: Felicitas Hoppe, Eckhard Henscheid, Nina Petri, Pigor & Eichhorn, Ingomar von Kieseritzky, Michael Lentz und viele mehr. Eine Fachtagung beschäftigt sich an den letzten drei Tagen mit dem hoch aktuellen Zusammenhang von “Komik und Religion”. Auch das 6. Kasseler Komik-Kolloquium ist Teil des Jubiläums-Festprogramms.

    artbild_ohle1(Bild Starclub) Doch auch die Region ist näher an die Stadt herangerückt. Nicht nur, dass das Theater KuckAn aus Niedenstein, bestehend aus dem hinreißend zwischen Varietékunst und Situationskomik irrlichternden Künstlerpaar Paul (alias Michael Fickinger) und Anneliese (alias Susanne Götze) seine nächste Premiere „Wellness und andere Missgeschicke“ im Kulturhaus Dock4 feiern wird (die Kritik folgt in der nächsten Ausgabe) – auch die Distanzen zwischen Metropole und „Speckgürtel“ haben sich verringert. Musste man bis vor kurzem noch eine gute Stunde Fahrzeit zum Piazza in Vellmar einrechnen, einer rund um das Jahr erstklassigen Adresse für anspruchsvolles Kabarett – der Bus aus der Nordstadt fuhr sämtliche Neubaugebiete engmaschig an, bis er sich endlich ins Zentrum traute – so spuckt einen jetzt die verlängerte Trasse der
    Straßenbahnlinie 1 in wenigen Minuten am Ort des Begehrens aus. Gerhard Klenner, der seit vielen Jahren für Vellmars exzellenten Ruf in puncto Kabarettstadt sorgt, dürfte dies freuen – die vielen Kasseler Fans des Vellmarer Piazza, das immer öfter dem Ansturm auf die Karten nicht gewachsen ist und in die benachbarten Bürgerhäuser ausweichen muss, sind ohnehin hoch zufrieden mit dieser Entwicklung. Sein „Favorit“ des ersten Vierteljahrs. Erwin Pelzig (Bild links). Acht Jahre hat er um einen Auftritt des schnoddrigen Franken gebuhlt, der zahlreiche Preise einheimste. Sein Buhlen war erfolgreich. Wie schön! Zum Wirtshaus am Grünen See in Söhrewald-Eiterhagen führt – noch – keine Straßenbahn. Dass sich daran in nächster Zeit etwas ändert, damit ist auch nicht zu rechnen. Tanja Göbel, die Wirtin und gleichzeitig Intendantin ihrer sich von Jahr zu Jahr ambitionierter gestaltenden Kleinkunstbühne, hat sich etwas Originelles einfallen lassen: einen Schlepper mit Planwagen, der mit zehn bis 20 Personen durch Wälder und Wiesen schaukelt. Hin und zurück. Bis hin zu den Kasseler Nahverkehrsendhaltestellen. Das Angebot steht mit der Nachfrage. Und die scheint rege zu sein...

    Bleibt nachzutragen, ebenfalls aus der Provinz:

    Die Brüder Willi und Peter Podewitz sind die Gewinner der „Scharfen Barte“ und damit die Publikumslieblinge  beim diesjährigen Melsunger Kabarett-Wettbewerb. Für die Jury lag allerdings Ecco Meineke vorn. Das langjährige Mitglied der Münchener Lach- und Schießgesellschaft gewann mit klassischem Polit-Witz den ersten Preis. Der zweite Preis ging wiederum an die Brüder Podewitz. Den dritten Rang belegte Sven Kemmler, ebenfalls ein Nachwuchs-Gewächs aus der berühmten Münchener Lach-und Schießgesellschaft.



    | Ausgewählte Termine: Kassel | Nordhessen 

    Redaktion: Verena Joos

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    1100|113 TG: Agentur Zweigold . Kabarett . Musikkabarett . Jazz-Swing [mehr Infos]

    2013-01-20 | Nr. 78 | Weitere Artikel von: Verena Joos


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