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  • Szenen Regionen :: Hamburg

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    Kritik: Horst Schroth

     

    „Kaum hat mal einer was, schon gibt es welche, die ärgert das“, reimte Wilhelm Busch. Und auch Nick Niehoff, seines Zeichens Unternehmensberater aus Hamburg, kennt sich aus mit dieser Todsünde: Von Tante Elsbeth im Testament bedacht, bekommt er es massiv mit dem Neid der übrigen Verwandten zu tun – insbesondere Mandy, das „angeheiratete Miststück aus Brandenburg“, profiliere sich als Nachfolgerin von Kain und Lady Macbeth. In seinem neuen Solo „Grün vor Neid“ widmet sich Horst Schroth („Katerfrühstück“, „Nur die Größe zählt“) einem menschlichen Urphänomen. Voller Elan und mit Geistesblitzen stürzte sich der gerade 60 Jahre alt gewordene Kabarettist – wie immer unter der Regie seines Freundes Ulrich Waller – bei der Uraufführung im St.-Pauli-Theater ins böse Thema: Von protzigen Kindergeburtstagen mit Happy-Kiddy-Taskforce-Plannern über Neidfaktor-Hinweisschilder (neuer Lamborghini: NF 10, ein Glas Senf aus Bautzen: NF 0) bis hin zu Neidleitern, die ganz oben mit dem Dalai Lama enden, „der das alles nicht mehr braucht“, reichte sein vom Publikum heftig bejubeltes Spektrum. Ganz ohne Neid: trotz einiger Rückgriffe auf ältere Programme, Klischees und Abschweifungen: ein gewitzter und witziger Abend.

    Redaktion: Ulrike Cordes

    2008-12-15 | Nr. 61 | Weitere Artikel von: Ulrike Cordes