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  • Themen-Fokus :: Musik

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    Zärtlichkeiten mit Freunden

    „Die beiden Grobmusiker der bekannten Band gastierten bereits auf vielen Silberhochzeiten, Sportfesten und CB-Funkertreffen. Sie sind alte Hasen in der Unterhaltungsbranche. Die zwei Stunden Programm sind kurz. Zärtlichkeiten mit Freunden, um den Namen noch einmal zu nennen, spielen Hits. Aber das ist ihnen nicht genug, sie machen auch Witze.“ Das sagen Ines Fleiwa alias Stefan Schramm und Cordula Zwischenfisch alias Christoph Walter über sich selbst. Der Osten kommt mit sublimer Anarchie und zeigt dem Kabarett-Publikum in der Zone der ehemaligen Bundeshauptstadt, was eine auf Betriebsfeiern und Vereinsfesten in strukturschwachen Regionen gestählte Unterhaltungs-Combo so drauf hat. „Wenn sie auf die Bühne kommen, ist man erstmal erschrocken“, schrieben die Juroren, die den beiden Riesaern den (geteilten!!) Prix Pantheon 2007 verliehen, in der Laudatio. „Bei den aberwitzigen Perücken erwartet man eine Schülerband und Pennälerwitze. Aber dieses Understatement hat Methode. Immer wieder locken einen Christoph Walter und Stefan Schramm auf die falsche Fährte. Mühelos stolpern sie zwischen Musiknummer, Kabarett und Theater in jede Peinlichkeit, zwei groteske Versager, immer einen Schritt schneller als ihre Zuschauer. Dabei sind sie selbst oft provozierend langsam, diktieren unmissverständlich das Tempo.“ Und wenn die Wessi-Jury gönnerhaft lobt: „Sie erfüllen all das, was wir uns im Westen nach dem Mauerfall immer gewünscht haben vom Kabarett aus dem Osten und seinen ganz eigenen Erzählweisen, ohne dass wir wussten, wie das aussehen könnte“, dann sächselt Cordula Zwischenfisch einfach, indem er sich vor dem johlenden Wessi-Publikum die Lenin-Rückwärts-Schlagzeuger-Gummimaske vom Gesicht zieht: „So visuelle Sachen kommen immer gut an bei einfachen Leuten. Wir möchten uns damit auch ein Stück weit anbiedern.“

    Redaktion: Isolde Grabenmeier

    2007-09-15 | Nr. 56 | Weitere Artikel von: Isolde Grabenmeier