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    Kritik: Theater Lakupaka „Katzenklappe“

    – raffinierter Krimi-Mix aus Puppenspiel Live und Konserve

    Schon beim ersten Blickkontakt ist sie ein Sympathieträger, Günter Staniewskis rotgetigerte Klappmaulkatze mit ihren lasziven Schlupflidern über den grünblauen Augen. Und spätestens, wenn sie – respektive ihr Beweger – dann zu sprechen beginnt, hat sie mit ihrem spröden Charme das Publikum voll auf ihrer Seite. Sie? Er! Zwar kastriert, wie er in schamhafter Knappheit andeutet, aber immer noch ein Mann. Ein Kater. Auch, wenn seine Bezugspersonen ihn „Pfötchen“ zu nennen belieben. Er erklärt die Welt aus der Haustierperspektive, visuell unterstützt von Videoclips aus dem Menschen-Alltag, in denen das Theater Lakupaka seinen ganzen Stilreichtum entfaltet, von der Stabpuppe übers Schattenspiel bis zum poetisch umgedeuteten schnöden Haushaltsgegenstand. So erleben etwa zwei Plastikhandschuhe eine wundersame Metamorphose zu Seerosen, und der Blick ins Innere eines japanischen Zierfisches fördert ein sichtbar liebendes Herz zu Tage. Wie das aussieht, für wen es geschlagen hat und wer schuld daran ist, dass es nun stillsteht: Das alles soll nicht verraten werden, schließlich ist „Katzenklappe“, neben herrlichem satirischem Figurenkabarett und überzeugender Multimedia-Show, auch noch ein Krimi. Und die Musik spielt dazu. Live. Und erfolgreich. Das Trio Lotty la Boum, eigens für diese Produktion gegründet, wird mittlerweile auch schon gesondert angefragt.

    Redaktion: Verena Joos

    2009-12-15 | Nr. 65 | Weitere Artikel von: Verena Joos