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    Porträt: Filetspitzen vom Hirschhausen

    Was machen Männer mit drei Tagen an den anderen beiden Tagen ? Warum ist der Faden, der ein paar Socken zusammenhält immer reissfester als die Socken selber ? Und wenn man sagt, Liebe geht durch den Magen, was wird dann aus der Liebe, wenn sie durch den Magen durch ist ?

    „Dr. med." Eckart v. Hirschhausen hängte vor 7 Jahren das Stethoskop an den Nagel um nurmehr Zeitgeist und Publikum den Puls zu fühlen. Der 33 jährige Berliner war bereits Deutscher Meister der Zauberei, beackerte jahrelang als Conferencier die Bühnen aller großen Varietés (GOP Hannover und Essen, Wintergarten, Apollo, Chamäleon) und ist durch seine Vielseitigkeit einer der gefragtesten Event-Moderatoren.  Nach den Stationen Kulturbörse, Köln Comedy  und  Arosa Humorfestival startet von Hirschhausen jetzt mit seinem ersten Soloprogramm „Filetspitzen" im Kleinkunstbereich voll durch: mit einer ganz eigenen Mischung aus Stand-Up Comedy, Kabarett gewürzt mit etwas Magie. Geschichten aus dem Leben wechseln mit aktuellen One-Linern zum Tagesgeschehen, zu Recht in Vergessenheit geratene Witze mit neuen Songs. Kein Abend ist wie der andere. Und auch die Zuschauer werden nie wieder die gleichen sein. Sie erleben faustische Telepathie, eine Quizshow, die keine Fragen stellt und den definitiven Gottesbeweis per Internet.  Hirschhausen plaudert zwanglos, braucht keine gewaltige Kunstfigur sondern teilt seine absurden Alltagsbeobachtungen, Quergedanken und nutzlosen Fakten der Wissenschaft, wie sie ihm durch den Kopf spuken. Da entstehen plötzlich aberwitzige Theorien, warum wir alle im Flugzeug Tomatensaft bestellen, was Homöopathie und Eigenurintherapie verbindet, oder was im Gehirn zwischen Männern und Frauen wirklich läuft. Immer nah am Publikum, improvisationsstark und geistreich, dabei dem gepflegten Kalauer nicht abgeneigt. „Der Harald Schmidt des Varietés" titelte die Presse und vergass, das Eckart von Hirschhausen nie zynisch, wohl aber hoffnungslos romantisch werden kann: im Schlußlied über die Weisheit der Weinbergschnecke darf man von dem 90 minütigen Pointenfeuerwerk Luft holen und geniessen, dass Eckart v. Hirschhausen eine Dimension mehr als üblich anspricht. Von der Gürtellinie aufwärts, dann zweimal um die Ecke und dann am besten nochmal fragen. So entstehen Gedanken, die jeden Zuschauer auch noch Tage danach schmunzeln lassen. Apropos: Träumen sie auch schon mit Werbeunterbrechung ?

    Das Programm wurde ausgezeichnet mit dem Publikumspreis der Stadt Garching: Beste Kabarettveranstaltung 2000.

    Info über www.hirschhausen.com

    2001-09-15 | Nr. 32 |