Trottoir Online Magazin / Künstler und Eventattraktionen

--- Trottoir Admin Ebene ---

 
 
 
Trottoir Header
Suche im Trottoir

Kategorien Alle Jahrgänge




Admin Bereich K10


Artikel - gewählte Ausgabe
Meist gelesen
Statistik
  • Kategorien: 66
  • Artikel: 3587
  • Szenen Regionen :: Kassel

    [zurück]

    Was mitten drin liegt, kann nicht daneben sein!

    Oder Teatro Regionale

    Unter dem Label Kultursommer Nordhessen wurden in diesem Jahr 70 Künstler in die Lande geschickt, um das Volk aus Kleinstadt und Provinz zu erfreuen. Musik, Tanz und Theater waren die drei Säulen der größtenteils klassisch gehaltenen Unterhaltungskomposition. Neu im Programm des Kultursommer Nordhessens war ein Jazzfestival in Homberg/ Efze und ein Straßentheaterfestival in Naumburg, zwei Veranstaltungen, die auch in den kommenden Jahren einen festen Platz im Kultursommer einnehmen sollen. (www.kultursommer-nordhessen.de)

    Die Traumtänzer des Hessischen Rundfunks verwandelten den Kasseler KulturBahnhof erneut in das spektakulärste Varieté Deutschlands. Bis Anfang September waren die besten Acts der internationalen Varieté-Szene zu sehen. Ein Programm der Spitzenklasse, das von dem kleinsten Varietéorchester der Welt bis hin zur großen Magic-Show reichte. Auf dem Programm standen u.a. Les Founambules, The Cronettes, das Palastorchester mit seinem Sänger Max Raabe. Höhepunkt war die Verleihung des "Internationalen Varietépreises 2001, der mit insgesamt 40.000 DM dotiert war (nach Redaktionsschluß dieser Ausgabe-Details im nächsten Heft).

    Als Moderator der Traumtänzer-Veranstaltungen konnte Detlef Simon alias Desimo gewonnen werden. Die Gala "Best of Varieté" wurde von Verona Feldbusch moderiert. Damit noch nicht genug: erstmals produzierten die Traumtänzer für das Silvester-Programm von ARTE eine Gala mit Künstlern des Varietépreises, weiteren internationalen Artisten und Talkgästen. Der Abend wurde von Désirée Nosbusch in französisch und deutsch moderiert. Damit ist den Veranstaltern sicherlich ein schöner Coup gelungen. (www.best-of-variete.de)

    Die Stadt Baunatal belebte unter dem Motto Baunataler Sommer ab Mitte August den Stadtpark. 500 Zuschauer faßte das Zelt, in dem sich viele illustre Gäste aus Comedy, Musik und Kabarett angesagt hatten. Martin Schneider und April Hailer zeigten ihr komödiantisches Talent. Auch "local hero´s" wie Guido Klode & Martin Lüker, oder das Göttinger Trio Ganz Schön Feist standen auf dem Programm (www.baunatal.de). Während das Kulturzelt in Baunatal sich zum ersten Mal profilierte, laufen die Planungen für die kommende Saison im PIAZZA auf Hochtouren.

    Das PIAZZA setzt in der nächsten Saison wieder einen drauf! Qualität und Atmosphäre, Vielfalt ohne Beliebigkeit und Information über Kunst, das sind die Kriterien, nach denen das Programm zusammenstellt ist. Namen wie Kaya Yanar, Missfits, Django Asül stehen ebenso auf der Einladungsliste wie Künstler aus der Region.(www.vellmar.de/piazza)

    Seit 23 Jahren präsentiert das Kulturzentrum Schlachthof regionale, nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler. 200 Veranstaltungen mit Kleinkunst, Weltmusik, Jazz, und Pop finden durchschnittlich im Jahr statt, und Großveranstaltungen, wie das Weltmusikfestival, das Frühlingsfest oder die Literaturreihe Pop&Mythos runden das Bild eines weit in die Region strahlenden und innovativen Kulturorts ab. Kein Wunder also, dass das Kulturzentrum Schlachthof 1998 mit dem Kulturförderpreis der Stadt Kassel ausgezeichnet wurde. Zum Saisonauftakt der großen Kleinkunst im September bescherte uns Anette Berr ein Meisterstück des Chansons voll tiefer Gefühle und komplexer Kompositionen. In ihrem mittlerweile siebten Programm „mascara" präsentierte die Berlinerin ihre großstädtischen Liebes-Leid-Lieder mit Rainer Kirchmann, dem Ex-Keyboarder, Sänger und Songwriter der Ost-Rock Kultband Pankow. „Andere lassen sich piercen" - unter diesem Motto strapazierte Käthe Lachmann die Lachmuskeln ihres Publikums. Zwischen Stand-Up, Song und Nummernkabarett konnte diese Lough-Parade von Männern, Frauen, Kindern, Tieren, Pflanzen und Keksen nur verzaubern. Jede Menge glaublicher und unglaublicher Geschichten gerührt und geschüttelt mit den komischsten Dialekten und nicht zuletzt liebevoll begleitet durch den Pianisten Hans-Peter Reuter. Der Poet unter den Komikern Johann Köhnich, vielen Lesern sicher durch seinen außergewöhnlichen Kurzauftritt auf der Kulturbörse Freiburg 2001 in bester Erinnerung, erzählt im Oktober auf schüchtern - charmante Art und mit brüchiger Stimme aus seinem sonderlichen Leben. Dabei wirkt er zunächst unbeholfen und leicht entrückt, um im nächsten Moment listig - glitzernden Auges Weisheiten unfaßbarer Tiefenschärfe in den Raum zu hauchen.

    In der „Nacht der hinkenden Vergleiche" am 16. November 2001 veranstalten die Gebrüder Podewitz ein unglaubliches Comedy - Bühnenereignis, quasi „Die drei Tenöre", nur eben zu zweit und ohne Gesang. Der deutsche Meister im Drumherumreden und sein musikalischer Bruder feiern eine textlastige Sprach-Orgie und zappen sich durch eine hochrasante Szenenabfolge mit tanzbaren Texten, handgerappten Reportagen und monotonen Monologen - insgesamt ein sit-back-and-shut-up-easy-listening Rede-Rave im Millenium-Style. Kurz und gut: ein Podewitz - Programm schaut man nicht an, es stößt einem zu! (www.schlachthof-kassel.de)

    In der Lesereihe Komische Literatur sind im Herbst 2001 verschiedene Veranstaltungen in der Kasseler Galerie für komische Kunst Caricatura geplant. U.a. mit: F.K. Waechter, Olaf Pyras, Michael Krüger, Enno Stahl, Eugen Egner, Schuldt. Traditionell erfolgt der Jahresabschluß vom 20.-22.12.01 und 03-06.01.02 mit einem kabarettistischen Jahresrückblick von und mit Bernd Gieseking. (www.caricatura.de)

    Redaktion: M. Wisotzki | G. Schuh

    2001-09-15 | Nr. 32 | Weitere Artikel von: M. Wisotzki